Vodafone-Konzern mit Umsatzrückgang

Der britische Telekomkonzern Vodafone hat vor der milliardenschweren Unitymedia-Übernahme einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.

Der britische Telekomkonzern Vodafone hat vor der milliardenschweren Unitymedia-Übernahme einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Umsatz fiel im ersten Geschäftsquartal (Ende Juni) im Vorjahresvergleich um 4,9 auf 10,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte. Vor allem in Indien hat das Unternehmen mit stärkerer Konkurrenz zu kämpfen. Beim Serviceumsatz aus eigener Kraft, also ohne Zu- und Verkäufe sowie ohne Wechselkurseffekte, legten die Briten um 0,3 Prozent zu und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Dabei bremsten auch neue Bilanzierungsregeln. Gewinnzahlen veröffentlicht Vodafone nur halbjährlich.

In Deutschland, dem wichtigsten Einzelmarkt der Briten, kletterten die Serviceumsätze im ersten Quartal um 2,4 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro, im Mobilfunkservice gab es ein Plus von 1,7 Prozent. Insbesondere das Kabelnetz gibt Vodafone weiter Schub. Hier hatte der Konzern sich im Mai mit dem Kabelriesen Liberty Global auf die Übernahme weitreichender Teile von dessen europäischem Kabelnetz geeinigt, darunter auch der deutsche Anbieter Unitymedia. Inklusive Schulden ist der Deal 18,4 Milliarden Euro schwer. Konkurrenten wie die Deutsche Telekom kritisieren, die Übernahme verringere den Wettbewerb. (dpa)

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