Studie: Diese Punkte sind für die Arbeitszufriedenheit am wichtigsten

Die aktuelle «Smart Worker»-Studie beleuchtet, welche Punkte für die Arbeitszufriedenheit entscheidend sind. Das Gehalt spielt überraschenderweise nur eine untergeordnete Rolle.

Die online-gestützte Studie «Smart Worker Umfrage 16» befragte knapp 5.000 Berufstätige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz rund um den Themenkomplex «smarte Arbeit“. Untersucht wurden dieses Jahr besonders die Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von IT, Arbeitsbelastung und Arbeitszufriedenheit. Die Mehrheit der Befragten fühlt sich derzeit an ihrem Arbeitsplatz wohl. 60 Prozent bestätigen, dass sie mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind, 22 Prozent sogar sehr. Den größten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit haben die Arbeitskollegen (56 Prozent). An zweiter Stelle steht der sichere Arbeitsplatz (44 %) und an dritter Stelle rangieren sinnvolle Arbeitsaufgaben (37 %). Gehalt ist demnach bei weitem nicht so wichtig wie vielleicht vermutet, die Entlohnung liegt sogar nur auf dem fünften Platz (28 %) noch knapp hinter der Arbeitsplatzausstattung (29 %). Die erfreulich hohe Arbeitszufriedenheit steht allerdings im deutlichen Widerspruch zu einem anderen Studienergebnis: Mehrere Ergebnisse deuten darauf hin, dass trotz fortschrittlicher IT die Arbeit auch gleichzeitig immer komplexer wird. 57 Prozent bestätigen eine gesteigerte Vielschichtigkeit der Arbeit. So verwenden moderne Arbeitnehmer inzwischen eine Unmenge an Kommunikationsmitteln: Unter den Kollegen wird, neben dem Gespräch, das Telefon (90 %) am meisten genutzt, dicht gefolgt von der E-Mail (89 %). Auf dem dritten Platz landen bereits Text-Chats (86 %), die nun SMS (85 %) langfristig ablösen. Auch mit Videoübertragung wird kommuniziert: 71 Prozent nutzen Video-Konferenz-Systeme und 70 Prozent Bildtelefonie (Facetime, Skype etc.). Selbst soziale Netzwerke (68 %) dienen als Kommunikationskanal unter Arbeitskollegen. Die Kundenkommunikation ist hingegen erstaunlich altmodisch – und einfacher: Briefpost (85 %) hat immer noch eine immense Bedeutung, gefolgt vom Fax (83 %), welches vor E-Mail und Telefon (jeweils 80 %) liegt.

Mit den Kommunikationskanälen steigt auch die Anzahl der benutzten Endgeräte: Das Smartphone (63 %) wird heutzutage für den beruflichen Gebrauch fast so häufig als Arbeitsmittel genannt wie der Desktop-Computer (70 %). Hinzu kommen Notebooks (60 %) und selbst Tablets werden von rund 30 Prozent als beruflich genutztes Gerät angegeben. Die steigende Komplexität an Arbeitsmitteln ist also teilweise auch auf die moderne IT zurückzuführen, die die tägliche Arbeit eigentlich vereinfachen soll. Anhand der gesammelten Daten der Umfrage ließen sich aber auch Lösungsansätze ableiten. Beispiel Kommunikation: Unternehmen müssten sich aktiv damit befassen, wann, wie und welche Kommunikationskanäle zur Arbeit genutzt werden sollen. Es ist «smarter» wenige Kommunikationsmittel einzusetzen, da dadurch der Arbeitsaufwand und die Komplexität für die Kommunikation sinkt, so das Fazit. Auch müsse es klare Regeln geben, wann welche IT für die Arbeit genutzt werden sollte. Das Verschwimmen der Grenze zwischen privater und beruflicher Hardware durch Trends wie «bring your own device» sorgt in der Praxis gleichzeitig für die Aufweichung von Arbeitszeiten – mit entsprechenden Konsequenzen für die Arbeitsbelastung. Das Abstellen des beruflichen E-Mail-Versands nach Feierabend beispielsweise ist ein Schritt, um die Komplexität der Arbeit mit Hilfe der IT zu reduzieren.

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