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Montag, Februar 16, 2026

Start-ups beklagen schlechteren Zugang zu Finanzierungen

Die Start-ups in Deutschland brauchen Geld. Fast drei Viertel wollen externes Kapital aufnehmen - doch den Zugang zu Kapital und Finanzierung bewerten sie immer seltener positiv.

Die Start-ups in Deutschland brauchen Geld. 74,1 Prozent sagen in einer in München vorgestellten Erhebung des «Bundesverbands Deutsche Startups», dass sie in den kommenden zwölf Monaten Kapital aufnehmen wollen. Das sind 4,6 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Zudem ist auch der Kapitalbedarf höher. Reichte vergangenes Jahr noch gut 41 der Unternehmen mit Kapitalbedarf weniger als eine halbe Million, sind es jetzt nur noch gut 30 Prozent. Zuvor hatte das «Handelsblatt» über den Start-up-Monitor berichtet.

Gleichzeitig bewerteten aber nur knapp 30 Prozent der befragten Unternehmen den Zugang zu Kapital und Investitionen in Deutschland als gut. Das sind 3 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr und 7 weniger als vor zwei Jahren. Insgesamt blicken die Start-ups aber positiv in die Zukunft: Fast 80 Prozent erwarten bis Ende kommenden Jahres eine Verbesserung ihrer Geschäftslage.

Insgesamt wird das Ökosystem für Start-ups in Deutschland von 61 Prozent positiv bewertet – das sind gut drei Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Besonders oft wurde dabei die Nähe zu Universitäten als Vorteil genannt.

Viele würden beim nächsten Mal im Ausland gründen

Fast 84 Prozent der mehr als 1.800 Befragten, deren Antworten in die Studie einflossen, sagte, dass sie wieder gründen würden. Allerdings würden 26,9 Prozent davon nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland gründen. Das sind fast 10 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Im Schnitt stellt der Start-up-Monitor einen Rückgang der Beschäftigung von 18,9 auf 16,7 Personen pro Unternehmen fest. Das überrascht, denn nur gut 14 Prozent der Unternehmen sagen, dass sie in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen mussten, während fast 57 Prozent neue Mitarbeiter eingestellt haben. Beim Verband erklärt man dies damit, dass es einerseits zuletzt größere Entlassungen bei größeren Betrieben gegeben habe, die deutlich ins Gewicht fielen, sich andererseits möglicherweise auch die Grundgesamtheit der Unternehmen im Vergleich zu früheren Erhebungen verschoben habe. Insgesamt sei bei der Interpretation dieser Zahl daher Vorsicht geboten. (dpa)

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