Sony muss Ertragsprognose senken

Sony bekommt die Abkühlung im Smartphone-Geschäft zu spüren. Das schwache Geschäft mit Kamera-Modulen führt zu einer Sonderabschreibung.

Der japanische Elektronikriese Sony bekommt die Abkühlung im Smartphone-Geschäft zu spüren. Angesichts einer zu erwartenden geringeren Nachfrage nahm der Konzern eine Sonderabschreibung auf das Geschäft mit Kamera-Modulen in Höhe von 59,6 Milliarden Yen (480 Millionen Euro) vor, wie Sony am Donnerstag mitteilte. Vor diesem Hintergrund senkte das Unternehmen seine Prognose für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr und geht jetzt von einem Betriebsgewinn von noch 290 Milliarden Yen aus. Im Januar hatte Sony noch 320 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Kamera-Module für Smartphones sind in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen und ertragreichen Säule des Sony-Geschäfts geworden. Sie stecken in Modellen vieler Hersteller, unter anderem auch bei Samsung und in Apples iPhones.

Zuletzt bremste sich das Wachstum im Smartphone-Markt aber deutlich ab – unter anderem, weil die Nachfrage in China unter den wirtschaftlichen Turbulenzen leidet. Die IT-Marktforschungsfirma Gartner rechnet für dieses Jahr noch mit einem Plus von sieben Prozent auf 1,5 Milliarden verkaufte Computer-Telefone. In China und Nordamerika werde der Absatz stagnieren. Im eigenen Smartphone-Geschäft konzentriert sich Sony auf wenige Premium-Modelle. (dpa)

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