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Dienstag, Februar 17, 2026

Software AG empfiehlt Silver-Lake-Angebot auch formell

Die Software AG bleibt trotz der Kritik von Anlegern und Investoren bei ihrer Empfehlung für das Übernahmeangebot des Technologieinvestors Silver Lake.

Die Software AG bleibt trotz der Kritik von Anlegern und Investoren bei ihrer Empfehlung für das Übernahmeangebot des Technologieinvestors Silver Lake. Vorstand und Aufsichtsrat raten den Aktionärinnen und Aktionären, das Angebot über 32 Euro je Aktie anzunehmen, wie das Unternehmen am Freitag nach Prüfung der offiziellen Angebotsunterlagen mitteilte. Dabei sei einerseits die Bewertung des Angebots ausschlaggebend gewesen. Andererseits spreche auch für das Angebot, dass die Software-AG-Stiftung als Großaktionärin bereits einen Kaufvertrag mit Silver Lake über 25,1 Prozent der Anteile geschlossen hat. Silver Lake hat sich zudem weitere 5 Prozent am Markt gesichert.

Seit Ausbruch des Bieterrennens kritisieren Anleger und große Investoren vermehrt, dass das in Aussicht gestellte Konkurrenzangebot des Finanzinvestors Bain Capital, über sein Portfoliounternehmen Rocket Software mindestens 34 Euro je Aktie zu zahlen und unter Umständen sogar 36 Euro, vom Unternehmen nicht ausreichend berücksichtigt werde. Einen strukturierten Verkaufsprozess hatte das Management um Vorstandschef Sanjay Brahmawar nicht in die Wege geleitet. Die Stiftung von Unternehmensmitgründer Peter Schnell hatte allerdings mitgeteilt, mit mehreren Interessenten verhandelt zu haben, bevor man sich für Silver Lake entschied.

Nach Angaben der Software AG sind zudem Transaktionssicherheit und der wirtschaftliche und strategische Hintergrund bei der Empfehlung für das Silver-Lake-Angebot berücksichtigt worden. Brahamawar geht davon aus, dass die Amerikaner von Silver Lake, die bereits über eine Wandelanleihe in das Unternehmen investiert haben, den teuren Umbau des Geschäftsmodells der Darmstädter auch in den kommenden Jahren unterstützen – und dass die Software AG ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Darmstadt bleibt. „Die Software AG würde von der mit einem einzigen Großaktionär verbundenen Stabilität und Sicherheit profitieren, um die nächste Phase unserer Transformation erfolgreich umzusetzen“, sagte Brahmawar laut Mitteilung. (dpa)

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