Sharp übernimmt das PC-Geschäft von Toshiba

Der japanische Elektrokonzern Sharp übernimmt das PC-Geschäft von Toshiba. Zudem will sich die Firma frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen.

Der japanische Elektrokonzern Sharp übernimmt das PC-Geschäft von Toshiba. Für rund 80 Prozent an dem Unternehmen würden 36 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt, teilte der Konzern, der vom weltgrößten Auftragsfertiger Foxconn kontrolliert wird, am Dienstag mit. Für Toshibas PC-Geschäft könnte sich der Kauf als Glücksgriff erweisen. Analysten gehen davon aus, dass Sharp mit Hilfe von Foxconn Computer deutlich günstiger herstellen kann als Toshiba selbst dazu in der Lage war. Der Ende 2015 angekündigte Abschied vom PC-Consumer-Geschäft war für Toshibas PC-Geschäft eine tiefe Zäsur. Seitdem konzentrierte sich der Anbieter ausschließlich auf das B2B-Geschäft. Bereits im September 2017 waren Gerüchte aufgetaucht, dass Toshiba seine PC-Sparte verkaufen wolle. Als Interessenten waren damals Lenovo und Asus gehandelt worden.

Sharp will sich im Zuge seiner Sanierung einem Pressebericht zufolge zudem frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen. Das Unternehmen habe beschlossen, sich über die Ausgabe neuer Aktien insgesamt 200 Milliarden Yen (1,56 Milliarden Euro) zu beschaffen, berichtete die japanische Zeitung Nikkei am Dienstag. Sharp hoffe, die Kapitalerhöhung bis Ende Juli abzuschließen. Mit dem Geld wolle das Unternehmen Sharp-Vorzugsaktien von Finanzinstituten zurückkaufen. Sharp bleibe auch nach der Maßnahme eine Tochter von Foxconn. Dieser Schritt markiere ein Ende der finanziellen Sanierungsbemühungen des Unternehmens, hieß es weiter. Der Apple-Auftragsfertiger Foxconn hatte vor zwei Jahren rund zwei Drittel an den damals angeschlagenen japanischen Elektrokonzern für 388,8 Milliarden Yen gekauft. (mit Material der dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Das sind die Top-Partner von Kaspersky

Kaspersky hat auf seinem Partner Kick-Off im österreichischen Werfenweng seine Top-Partner ausgezeichnet.

Salesforce kann Sorgen um KI-Bedrohung nicht zerstreuen

Salesforce hat mit seinem Umsatzausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr die Sorgen um eine Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz nicht zerstreuen können.

Echoortung: Vodafone testet Fledermaus-Fähigkeiten im Netz

Das Handynetz als Radarsystem, um Menschen und Dinge zu erkennen: Was nach einer abstrusen Idee klingt, dürfte in einigen Jahren Wirklichkeit werden. Vodafone berichtet schon jetzt Vielversprechendes.
ANZEIGE
ANZEIGE