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Dienstag, Februar 17, 2026

Samsungs Geschäftsbericht fürs vierte Quartal enttäuscht

Die jüngsten Zahlen des Elektronikriesen aus Südkorea bleiben hinter den Erwartungen zurück. Dass die Aktienkurse von Samsung dennoch gestiegen sind, dürfte einen anderen Grund haben.

Die jüngsten Geschäftszahlen von Samsung Electronics bleiben deutlich hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. So geht der südkoreanische Elektronikriese in seinem Quartalsausblick für die Monate Oktober bis Dezember zwar davon aus, dass sich der operative Gewinn in Höhe von 6,5 Billionen Won (etwa 4,3 Milliarden Euro) im Jahresvergleich um das Doppelte steigerte. Verglichen mit dem vorangegangenen dritten Jahresquartal 2024 gingen die Gewinne demnach jedoch um knapp 30 Prozent zurück.

Laut einer von Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap durchgeführten Umfrage verfehlte das Unternehmen die Prognosen der Experten im Schnitt um knapp 16 Prozent.

Der Aktienkurs von Samsung Electronics stieg dennoch bis zum Mittag (Ortszeit) um mehr als drei Prozent. Der Anstieg wird jedoch vor allem auf eine aktuelle Aussage des Nvidia-Firmenchefs Jensen Huang zurückgeführt. Dieser deutete während der derzeit in Las Vegas stattfindenden Technik-Messe CES an, dass Samsung schon bald die notwendigen Qualifikationen erreichen werde, um sogenannte HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) an den US-amerikanischen Marktführer zu liefern. «Sie arbeiten daran. Sie werden Erfolg haben, keine Frage», sagte Huang laut Medienberichten.

Samsung hat mit zunehmender Konkurrenz zu kämpfen

Analysten führen die vergleichsweise schwachen Quartalszahlen zum einen darauf zurück, dass sich die Nachfrage bei Smartphones und PCs etwas abgekühlt hat. Vor allem aber hinkt Samsung bei der Entwicklung von leistungsstarken Halbleitern auf dem KI-Markt hinterher. Insbesondere der heimische Wettbewerber SK Hynix setzt das Unternehmen stark unter Druck.

Bei den Geschäftszahlen handelt es sich nur um eine erste Schätzung. Genauere Zahlen wird der Konzern erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen, voraussichtlich am Monatsende. (dpa)

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