OpenAI stärkt Sicherheitsmaßnahmen bei Tests nach KI-Hacks

Der ungeplante Hackerangriff Künstlicher Intelligenz von OpenAI auf Computer einer anderen KI-Firma ließ Alarmglocken läuten. Neue Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder passiert.

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach aufsehenerregenden Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Tests Künstlicher Intelligenz. Unter anderem sollen automatisierte Systeme Aktivitäten der KI-Modelle in den Versuchen strikter überwachen – und bei verdächtigen Handlungen binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen. Wenn diese in 30 Minuten nicht zu dem Schluss kommen, dass es ein falscher Alarm ist, werde die Aktivität gestoppt, erläuterte OpenAI in einem Blogeintrag.

Alarmierende Angriffe

OpenAI hatte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt, weil ein Modell in einem Test einen Weg fand, aus einer eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet zu gelangen – und dann ins Computersystem der KI-Plattform Hugging Face einbrach. Es suchte dabei nur nach einer Lösung für die Testaufgabe und richtete keinen Schaden an.

Alarmierend war allerdings, dass die Künstliche Intelligenz dabei völlig eigenständig agierte – und OpenAI die Attacke erst nachträglich feststellte. Deswegen wurden Rufe nach einer besseren Absicherung von Tests neuer KI laut. Später wurde bekannt, dass auch Modelle des OpenAI-Rivalen Anthropic und des Facebook-Konzerns Meta bei Tests in Systeme anderer Unternehmen eingedrungen waren.

Die automatisierten Überwachungssysteme sollen künftig unter anderem nach Versuchen von Datendiebstahl Ausschau halten – sowie nach Anläufen, Sicherheitsvorkehrungen zu durchbrechen. Außerdem sollen die KI-Modelle stärker darauf ausgerichtet werden, nicht zu unlauteren Mitteln wie der Ausnutzung von Schwachstellen zu greifen, um Testaufgaben zu erfüllen. Einige Tests neuer KI-Modelle wurden ausgesetzt, bis die neuen Maßnahmen durchgängig umgesetzt werden. (dpa)

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