Netzwerkausrüster Ericsson sieht Nachfrage in Krise robust

Der Netzwerkausrüster Ericsson rechnet auch in der Corona-Krise mit einer robusten Nachfrage nach Teilen für Telekommunikationsnetze.

Der Netzwerkausrüster Ericsson rechnet auch in der Corona-Krise mit einer robusten Nachfrage nach Teilen für Telekommunikationsnetze. Die Branche dürfte sich in der Pandemie widerstandsfähig zeigen, und das Unternehmen sei mit seinen wettbewerbsfähigen 5G-Produkten und Kostenstrukturen gut positioniert, teilte Ericsson-Chef Börje Ekholm am Mittwoch in Stockholm mit. Im ersten Quartal habe die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 einen begrenzten Einfluss auf das eigene Geschäft gehabt. Daher bleibt Ericsson auch trotz bestehender Unsicherheiten bei seiner Jahresprognose. Der Umsatz kletterte zwischen Januar und März im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 49,8 Milliarden schwedische Kronen (4,55 Mrd Euro). Ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte wäre der Erlös jedoch um 2 Prozent geschrumpft. Der Gewinn ging um 5 Prozent auf 2,3 Milliarden Kronen zurück, was aber vor allem an Bewertungsgewinnen im Vorjahr lag.

Die Annahme strategisch wichtiger 5G-Aufträge in China dürfte im zweiten Quartal die Marge belasten, hieß es. Dabei geht es um aussichtsreiche Verträge, bei denen Ericsson höhere Rabatte einräumt, weil der Wettbewerb besonders hart ist oder sich der Konzern lukrative Folgeaufträge verspricht. Die Fusion der Mobilfunker T-Mobile US und Sprint in den USA dürfte auch in Nordamerika das 5G-Geschäft insgesamt anheizen. In Europa rechnet Ericsson dagegen mit Verzögerungen beim Aufbau des neuen schnellen Datenfunks – Regierungen sollten Anreize bei 5G-Investitionen setzen, auch um die Wirtschaft nach den Beschränkungen der Pandemie wieder in Gang zu bringen, hieß es von den Schweden. (dpa)

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