Für ein mittelständisches Unternehmen war es ein Kraftakt: 60.000 Stunden Entwicklungszeit. 25 Prozent der Belegschaft waren mit der Programmierung beschäftigt und fielen komplett für das Tagesgeschäft aus. Insgesamt hat MKS vier Jahre für seine neue ERP-Software „Goliath.NET“ benötigt. 20.000 weitere Stunden sind noch eingeplant, um das Produkt an vertikale Märkte anzupassen. „Das Projekt war extrem Zeit- und Personalintensiv“, betont dementsprechend Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender der MKS Software Management AG.
Das Ergebnis stellte das Unternehmen 180 Partnern und Kunden auf seiner ersten Hausmesse in Friedrichshafen vor. „Erste Kunden haben hier bereits Absichtserklärungen abgegeben“, freut sich Kempf. Firmen, die die neue Version einsetzen wollen, benötigen dafür sechs Monate Vorlaufzeit für Installation und Schulungen. 900 Unternehmen, überwiegend aus Deutschland, setzen eine Goliath-Version bereits ein.
Das Produkt wird über MKS direkt, zu dem Anbieter gehört auch ein Systemhaus, und über Partner vertrieben. 15 Systemhäuser vermarkten die Lösung derzeit, vier davon sind Premium-Partner. Bei diesen kümmern sich mindestens zwei Mitarbeiter ausschließlich um Vertrieb und Support für Goliath. „Goliath.NET ist für Partner wesentlich attraktiver geworden. Sie können künftig leichter eigene Lösungen mit Goliath entwickeln“, so Kempf.
Prominenter Besuch in Friedrichshafen: Der ehemalige Vobis-Chef Jürgen Rakow mit seiner Frau Gabriele (beide Chipset Computersysteme) und MKS-Chef Michael Kempf.
Prominenter Besuch in Friedrichshafen: Der ehemalige Vobis-Chef Jürgen Rakow mit seiner Frau Gabriele (beide Chipset Computersysteme) und MKS-Chef Michael Kempf.


