Jawbone verliert nach Geldspritze an Wert

Der Hersteller der «Up»-Fitnessbänder Jawbone ist das nächste Start-up, dass sich bei einer Finanzierungsrunde auf eine deutlich kleinere Bewertung einlassen muss.

Der Hersteller der «Up»-Fitnessbänder Jawbone ist das nächste Start-up, dass sich bei einer Finanzierungsrunde auf eine deutlich kleinere Bewertung einlassen muss. Jawbone besorgte sich 165 Millionen Dollar frisches Geld. Die Firma wurde dabei aber laut Medienberichten nur noch mit rund 1,5 Milliarden Dollar bewertet statt der über drei Milliarden Dollar bei vorherigen Finanzspritzen. Die Bewertung entscheidet darüber, welche Beteiligung an einem Start-up Investoren für ihr Geld bekommen. Wird sie niedriger, muss ein Unternehmen sich also für den gleichen Betrag von einem höheren Anteil trennen. Während früher die Bewertungen von einer Finanzierungsrunde zur nächsten in der Regel stiegen, wurden die Geldgeber zuletzt deutlich vorsichtiger. Erst vor wenigen Tagen hatte das Start-up Foursquare, bei dem man an verschiedenen Orten wie Restaurants «einchecken» kann, ebenfalls frisches Geld nur zu einer halbierten Bewertung bekommen.

Eine Jawbone-Sprecherin sagte der «New York Times» am Wochenende, die 165 Millionen Dollar sollten für das laufende Geschäft und die Entwicklung neuer Produkte verwendet werden. Gründer und Chef Hostien Rahman erklärte in der «Financial Times» zum Druck auf Bewertungen, in der ganzen Industrie werde es eine erhebliche Neuordnung geben. Jawbone ist ein Pionier im Geschäft mit Fitnessbändern, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Marktführer ist jedoch mit deutlichem Abstand der Konkurrent Fitbit, zudem gibt es neue Konkurrenz von Computer Uhren wie der Apple Watch und günstigen Bändern chinesischer Anbieter. (dpa)

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