HP schließt Standort Rüsselsheim

Hewlett-Packard wird seinen Sandort Rüsselsheim bis Ende des Geschäftsjahres 2013 schließen. Betroffen sind 1.100 Mitarbeiter. Das Outsourcing-Geschäft scheint in Deutschland für HP erfolglos zu sein.

Die Standortschließung in Rüsselsheim ist Teil des globalen Abbaus von 29.000 Stellen, der von HP-Chefin Meg Whitman beschlossen wurde. In einem ersten Schritt hatte HP im September vergangenen Jahres bereits 450 Stellen in allen Sparten außer der IT-Dienstleistung gestrichen. Rüsselsheim ist der deutsche Standort des von HP übernommenen Dienstleisters EDS. Der wiederum ging aus der internen IT-Abteilung des US-Autoherstellers General Motors hervor. 250 Mitarbeiter aus Rüsselsheim könnten zu einem Partner wechseln, so HP. Somit ist es wahrscheinlich, dass es sich dabei um die GM-Tochtergesellschaft Opel handeln wird. 

HP werde künftig mehr Leistungen aus weltweit verteilten Kompetenzzentren abrufen, so Deutschland-Chef Volker Smid gegenüber dem Handelsblatt. Nur so könne HP seinen Kunden die notwendige Qualität zu einem angemessenen Preis bieten. Der jetzige Schritt hatte sich bereits im Dezember vergangenen Jahres abgezeichnet: Der Betriebsrat ging zu diesem Zeitpunkt bereits von einem weiteren Personalabbau aus. Es wurde auch geprüft, ob weitere Stellen im Dienstleistungsbereich wegfallen würden (ChannelObserver berichtete).

Die Schließung des Standorts Rüsselheim zeigt, dass HP im Outsourcing-Geschäft in Deutschland nicht vorangekommen ist. Outsourcing von IT-Dienstleistungen war das Kerngeschäft der EDS. Der Konzern wurde 2008 an Hewlett-Packard verkauft und ging in die „HP Enterprise Services“ auf. 

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