Gartner: Nur Smartphone-Anbieter aus China wachsen schnell

Im einst explosiv wachsenden Smartphone-Markt können derzeit nur Hersteller aus China deutlich zulegen. Die Marktanteile von Apple und Samsung gingen zurück.

Im einst explosiv wachsenden Smartphone-Markt können aktuell nur Hersteller aus China deutlich zulegen. Nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner von Donnerstag steigerten im vergangenen Quartal vor allem die international kaum bekannten Anbieter günstiger Modelle Oppo und BBK die Verkäufe. So sei BBK jetzt nach einer Absatzverdoppelung auf knapp 20 Millionen Smartphones die Nummer fünf in der Welt mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent. Oppo steht auf dem vierten Rang mit einer Verdoppelung des Marktanteils auf 6,7 Prozent. Diese Unternehmen verkaufen ihre Geräte bisher nur im Heimatmarkt. Einige von ihnen dürften auch eine internationale Expansion versuchen, das werde jedoch kein einfaches Unterfangen, sagte Gartner-Analystin Roberta Cozza. «Sie werden Inhalte- und Service-Angebote brauchen, um sich von anderen abzuheben.» Andere chinesische Anbieter wie Huawei, derzeit die Nummer drei in der Welt mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent, sind bereits international aktiv.

Samsung ist nach wie vor der größte Smartphone-Anbieter der Welt, der Marktanteil rutschte im vergangenen Quartal aber binnen eines Jahres von 23,6 auf 19,2 Prozent ab. «Wir sehen darin zwar auch einen Effekt des Debakels mit Akku-Bränden beim Galaxy Note 7, aber vor allem ist es eine Folge des Drucks durch chinesische Wettbewerber», sagte Cozza. Der Marktanteil von Apple ging wie erwartet von 13 auf 11,5 Prozent zurück. Für kommendes Jahr rechnet Gartner wieder mit Zuwächsen mit der nächsten iPhone-Generation. Insgesamt legten die Smartphone-Verkäufe im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 373,3 Millionen Geräte zu. (dpa)

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