Fitbit streicht Jobs nach schwachem Weihnachtsquartal

Der Fitness-Spezialist Fitbit greift nach einem unerwartet schwachen Weihnachts-Geschäft zu Stellenstreichungen.

Der Fitness-Spezialist Fitbit greift nach einem unerwartet schwachen Weihnachts-Geschäft zu Stellenstreichungen. Rund 110 Mitarbeiter – sechs Prozent der Belegschaft – sollen ihre Jobs verlieren, wie die Firma aus San Francisco am Montag mitteilte. Insgesamt sollen die jährlichen laufenden Kosten um rund ein fünftel auf 850 Millionen Dollar gekappt werden. Das wichtige Weihnachtsquartal lief viel schlechter als der bisher führende Anbieter von Fitnessbändern selbst erwartet hatte. Fitbit habe 6,5 Millionen Geräte abgesetzt – nach 8,2 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz werde in einer Spanne von 572 bis 580 Millionen Dollar liegen – während das Unternehmen 725 bis 750 Millionen Dollar in Aussicht gestellt hatte. Im Weihnachtsgeschäft 2015 hatte Fitbit noch um 92 Prozent auf 712 Millionen Dollar gesteigert. Die Fitbit-Aktie verlor in einer ersten Reaktion am Montag mehr als zwölf Prozent.

Das Fitbit-Geschäft lief schon im Jahresverlauf 2016 zäher und die Prognose für das Weihnachtsquartal war bereits reduziert worden. Den Pionier bei Fitnessbändern, die Schritte, verbrauchte Kalorien und Puls messen, gerät in eine Zange: Bei günstigen Geräten greifen chinesische Konkurrenten wie Xiaomi an, im oberen Preissegment brachte Apple pünktlich zum Weihnachtsgeschäft seine erneuerte Computer-Uhr Apple Watch auf den Markt. (dpa)

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