Ericsson steckt weiter in roten Zahlen

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson steckt weiterhin in Schwierigkeiten. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von einer Milliarde schwedischen Kronen an.

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson steckt weiterhin in Schwierigkeiten. Im zweiten Quartal fiel bei den Schweden ein Verlust von einer Milliarde schwedischen Kronen (105 Millionen Euro) an, wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1,6 Milliarden Kronen eingefahren. Seit geraumer Zeit hat Ericsson Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Der Umsatz ging nun weiter um 8 Prozent auf 49,9 Milliarden Kronen zurück. Ohne Währungseffekte sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen wäre der Erlös sogar um 13 Prozent gesunken. Die bei dem Unternehmen wichtige, um Sonderposten bereinigte Bruttomarge lag mit 29,8 Prozent niedriger als von Analysten erwartet. Auch ohne Umbaukosten für das schon länger laufende Sparprogramm sackte das operative Ergebnis um 93 Prozent auf 0,3 Milliarden Kronen ab.

Nun will Chef Börje Ekholm das Sparkurs nochmal verschärfen. Bis Mitte 2018 sollen die jährlichen Kosten um mindestens 10 Milliarden Kronen sinken. Zudem warnte das Unternehmen, dass der Umbau in diesem Jahr bis zu 8 Milliarden Kronen verschlingen könnte. Zusätzlich könnten weitere Schwierigkeiten bei Projekten die Ergebnisse in den kommenden zwölf Monaten mit 3 bis 5 Milliarden Kronen belasten. (dpa)

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