Dialog Semiconductor rechnet mit Umsatzeinbußen durch Apple

Der Chiphersteller Dialog Semiconductor rechnet in diesem Jahr mit Umsatzeinbußen durch seinen wichtigsten Kunden Apple.

Der Chiphersteller Dialog Semiconductor rechnet in diesem Jahr mit Umsatzeinbußen durch seinen wichtigsten Kunden Apple. Der iPhone-Hersteller hatte dem schwäbisch-englischen Unternehmen zuvor mitgeteilt, dass er weniger sogenannte Power-Management-Chips von ihm benötige. Die geringeren Bestellungen dürften deshalb den für 2018 erwarteten Konzernumsatz um rund 5 Prozent schmälern, teilte der TecDax-Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss mit. Dennoch rechnet Dialog Semiconductor in diesem Jahr mit steigenden Erlösen – Schub wird aber wie üblich eher für die zweite Jahreshälfte erwartet. Nachbörslich knickte die Dialog-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate um rund drei Prozent auf 18,20 Euro zum Xetra-Schluss ein.

Befürchtungen hatten bereits seit längerem die Runde gemacht, dass Apple eigene Produkte als Alternative zu den Strommanagement-Chips von Dialog entwickeln lässt. Dialog war bisher für Apple wichtigster Hersteller dieser Chips, die für die Steuerung der Energieversorgung im Gerät zuständig sind. Der kalifornische Konzern steht für rund zwei Drittel des Dialog-Jahresumsatzes von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Dialog-Führung hatte in den vergangenen Wochen versucht, die Befürchtungen zu zerstreuen. Erst Anfang Mai hatte Dialog-Chef Jalal Bagherli in einem Interview mit Euro am Sonntag erklärt, dass sein Unternehmen einen neuen Auftrag von Apple für weitere Chipdesigns erhalten habe, die 2019 ausgeliefert werden. Das Unternehmen bekräftigte am Donnerstag, auch außerhalb des wichtigen Strom-Managements neue Technologien für künftige Apple-Produkte erforschen zu wollen. (dpa)

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