Context: Drucker-Markt unter Druck

In der ersten Hälfte des Pandemie-Jahrs 2021 liefen die Geschäfte für Anbieter von Druckern und Multifunktionsgeräten in Deutschland und Europa im Vergleich zum Vorjahr gut. Das Zwischenhoch ist jedoch definitiv vorbei.

In der ersten Hälfte des Pandemie-Jahrs 2021 liefen die Geschäfte für Anbieter von Druckern und Multifunktionsgeräten in Deutschland und Europa im Vergleich zum Vorjahr gut. Das Zwischenhoch ist jedoch definitiv vorbei: Seit einigen Monaten sinken die Umsatzzahlen. Die Rückgänge liegen teils deutlich im zweistelligen Bereich. Die Gründe sind vielfältig: Sie reichen von Lieferschwierigkeiten bis zur Marktsättigung in wichtigen Segmenten.

Die verkauften Stückzahlen gingen im ersten Quartal 2022 bei Druckern und Multifunktionsgeräten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent zurück, so aktuelle Zahlen von Context. Die Umsätze sanken im selben Zeitraum etwas weniger ( -3,3 Prozent). Dazu trugen einerseits Preiserhöhungen bei, die zu höheren, durchschnittlichen Verkaufspreisen führten, andererseits aber auch eine Verlagerung der Käufe zu teureren Mittelklasse- und High-end-Geräten, mit denen sich Unternehmen auf die allmähliche Rückkehr ihrer Belegschaft in die Büros vorbereiteten. Allerdings ist der Negativtrend nicht zu Ende: Im April verzeichnete Context in Deutschland erneut einen Umsatzrückgang um 18,9 Prozent und einen Rückgang der verkauften Stückzahlen um 28,2 Prozent.

In anderen wichtigen europäischen Ländern fiel der Rückgang sogar noch deutlicher aus: Spanien berichtet im April von einem Rückgang um 30 Prozent, Frankreich – möglicherweise aufgrund von Kaufzurückhaltung vor den Parlamentswahlen –von 33,3 Prozent und das Vereinigte Königreich sogar von 34,6 Prozent. Damit setzt sich auch europaweit ein Trend fort, der seit August 2021 zu beobachten ist. «Da sich verändert hat, welche Geräte gefragt sind, ging der Erlös weniger stark zurück, als die Zahl der verkauften Stückzahlen», sagt Amanuel Dag, Country Director bei Context. «Der nicht zuletzt durch gestörte Lieferketten bedingte Mangel an geeigneten DINA4-Geräten hat teilweise auch dazu geführt, dass Firmenkunden auf A3-Modelle zurückgreifen», so Dag weiter. «Dadurch legte zum Beispiel in Deutschland der Markt für reine A3-Laserdrucker im Vergleich zum Vorjahresquartal gemessen an den Stückzahlen um 38,5 und gemessen am Umsatz sogar um 47,4 Prozent zu. Den Rückgang des Gesamtmarktes konnte jedoch das auch nicht aufhalten.»

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