Bericht: Dell muss EMC-Deal mit Junk-Bonds finanzieren

Die Übernahme von EMC durch Dell wird immer teurer: Der IT-Konzern will eine hochverzinsliche Anleihe aufgeben, die neun Milliarden Dollar für die Übernahme in die Kassen spülen soll.

Die Übernahme von EMC durch Dell wird offensichtlich teurer als ursprünglich geplant. Die Finanzierung des Mega-Deals in Höhe von 67 Milliarden Dollar ist alles andere als trivial. So verkaufte Dell beispielsweise bereits sein IT-Dienstleistungsgeschäft rund um Perot Systems für zirka 3 Milliarden Dollar. Zudem blieb der Börsengang der Tochter SecureWorks unter den Erwartungen. Am Donnerstag wurden die Papiere zu einem Preis von 14 Dollar pro Stück gehandelt. Ursprünglich hatte SecureWorks einen Preis pro Aktie zwischen 15,50 und 17,50 Dollar erwartet. Dell muss sich also offensichtlich anderweitig nach Geld umsehen. So will der IT-Konzern jetzt eine hochverzinsliche Anleihe auflegen, wie der Wall Street Journal berichtet. Der Verkauf von Junk-Bonds, wie solche Anleihen genannt werden, soll Dell bis zu neun Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Allerdings belaufen sich die dafür fälligen Zinsen bei mindestens zehn Prozent, so das Magazin weiter. Im ungünstigen Fall wären sogar 11 bis 12 Prozent fällig. Bei einem Zinssatz von zwölf Prozent müssten jährlich alleine für die Junk-Bonds mehr als eine Milliarde Dollar an die Gläubiger bezahlt werden, wie inside-channels vorrechnet.

Junk-Bonds sind traditionell ein Instrument zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen in den USA. In den 80er Jahren wurden häufig Dachgesellschaften mit geringer Vermögenssubstanz gegründet, die High Yield-Bonds am Kapitalmarkt begaben und damit die nötigen Mittel zur Finanzierung der beabsichtigten Unternehmenskäufe einsammelten.

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