Asien: Halbleiterwerte schwach

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zumeist nachgegeben.

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag zumeist nachgegeben. Schwache Vorgaben aus den USA, wo Halbleiterwerte deutlich verloren hatten, belasteten vor allem die technologielastigeren Märkte.

Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen bei Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. „Immer mehr Fragen über die Rechtfertigung hoher Bewertungen werden laut“, so Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank. „Niemand würde sich wundern, wenn die KI-Korrektur nun doch käme, um Teile des steilen Anstiegs der letzten Monate zurückzunehmen, selbst wenn das zugrundeliegende Wachstum ungebrochen weitergehen würde.“

Dies hinterließ vor allem an der südkoreanischen Börse Spuren. Die Verluste der Halbleiterschwergewichte wie SK Hynix, die deutlich nachgaben, zogen den Kospi um 6,7 Prozent nach unten. „Metas Markteintritt in das KI-Cloud-Geschäft schürt Sorgen über eine Veränderung der Nachfragesituation im Halbleitersektor und drückt auf die Aktienkurse“, merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets dazu an.

Marktteilnehmer verwiesen zudem auf die Absicht von Apple, Halbleiter künftig in China zu kaufen, was die Nachfrage der südkoreanischen Hersteller beeinträchtige. Der japanische Nikkei 225 blieb davon nicht unbeeindruckt und verlor 2,47 Prozent auf 68.733,15 Punkte. Marktteilnehmer verwiesen hier auch die schleppende Nachfrage während einer Anleiheaktion und Inflationssorgen, die Anleihe-Renditen nach oben getrieben hätten.

Zu deutlichen Verlusten kam es auch beim CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen, der um 2,9 Prozent fiel. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo am Vortag nicht gehandelt worden war, hielt sich dagegen besser.

Der australische S&P ASX 200 hielt sich ebenfalls besser und endete nahezu unverändert. (dpa)

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