ARM rechnet mit weniger Wachstum

Chipdesigner ARM rechnet im laufenden Jahr mit mehr Gegenwind. Wachsende wirtschaftliche Unsicherheit könne die Konsumausgaben beeinflussen und damit auch die Chipmärkte belasten.

Der britische Chipdesigner ARM rechnet im laufenden Jahr mit mehr Gegenwind. Wachsende wirtschaftliche Unsicherheit könne die Konsumausgaben von Verbrauchern und Unternehmen beeinflussen und damit auch die Chipmärkte belasten, warnte das Unternehmen am Mittwoch. Im abgelaufenen Jahr machte das Unternehmen mit seinen Lizenzen für Chips auch dank des stärkeren Dollar gute Geschäfte, der Umsatz kletterte etwas stärker als von Experten erwartet um 22 Prozent auf 968 Millionen britische Pfund (1,24 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg um ein Drittel auf 340 Millionen Pfund. ARM entwirft Designs für Halbleiter, deren Baupläne Kunden lizenzieren können – ARM verdient über Nutzungsgebühren dann an den verkauften Chips mit. Der Konzern profitierte bislang vor allem von leistungsstärkeren Chips in Smartphones. Diese stecken etwa in den Flaggschiffmodellen von Apple und Samsung. Mit den teureren Chips federn die Briten die Abkühlung der allgemeinen Smartphone-Konjunktur ab.

Konzernchef Simon Segars rechnet bei den neueren Prozessormodellen auch weiter mit steigenden Marktanteilen. Zuletzt hatten die beiden Elektronikriesen mit ihren Ausblicken auf den Start in das neue Jahr jedoch enttäuscht. ARM rechnet mit seiner traditionell ungewöhnlich formulierten Prognose ebenfalls mit weniger Wachstum, die Aktie verlor in London nach dem Start des Handels knapp 2 Prozent an Wert. 2016 würden die Dollarumsätze weitgehend im Rahmen der Markterwartungen liegen, hieß es. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten rechnen derzeit mit 1,60 Milliarden US-Dollar Jahreserlös – das wäre gegenüber dem Vorjahreswert ein Plus von gut 7 Prozent und damit rund halb soviel Wachstum wie zuvor. Chippreise werden am Weltmarkt überwiegend in Dollar abgerechnet. (dpa)

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