Apple und Nokia beenden Patentstreit

Nokia und Apple haben ihren Patentstreit beigelegt und ein mehrjähriges Lizenzabkommen unterzeichnet.

Nokia und Apple haben ihren Patentstreit beigelegt und ein mehrjähriges Lizenzabkommen unterzeichnet. Nokia werde eine Vorab-Zahlung und regelmäßig weitere Beträge während der Laufzeit des Vertrags erhalten, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt. Apple und Nokia hatten sich im vergangenen Dezember gegenseitig mit Klagen überzogen. Nokia warf dem iPhone-Konzern damals unter anderem auch in Deutschland vor, 32 Patente zu verletzen. Dabei ging es um Technologien für Displays, Bedienung, Chips, Antennen, die Anzeige von Videos, Software sowie weitere Funktionen. Apple warf Nokia vor, aus Smartphone-Anbietern auf unfaire Weise Geld herauszupressen. Apple und der einstige Handy-Weltmarktführer Nokia hatten schon 2011 einen mehrjährigen Patentstreit beigelegt. Damals stellte die finnische Firma auch noch selbst Telefone her, wenige Jahre später wurde das Handy-Geschäft an Microsoft verkauft. Wichtige Patente blieben bei Nokia. Der Konzern konzentriert sich seitdem auf Ausrüstung für Mobilfunk-Netze.

Nokia erklärte im Dezember, die 2011 abgeschlossenen Lizenzvereinbarung habe nur einige Patente betroffen und die Verhandlungen seien ergebnislos geblieben. Apple konterte damals, Nokia greife zu Methoden eines «Patent-Trolls», um Geld von Apple zu verlangen – zum Teil für Apples eigene Erfindungen. Als «Patent-Trolle» werden in der Branche Firmen bezeichnet, die selbst keine Geräte bauen, aber mit oft zusammengekauften Patenten Hersteller verklagen. Jetzt zogen Nokia und Apple alle Klagen zurück und wollen stärker zusammenarbeiten. Es solle regelmäßige «Gipfeltreffen» des Top-Managements geben und Nokia werde Apple einige Dienste und Produkte der Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung stellen, hieß es. Und Apple werde Nokias Verbraucher-Artikel wie Waagen, die bisher unter der Marke Withings verkauft worden waren, wieder ins Sortiment seiner Läden aufnehmen. Sie waren im Zuge des Streits herausgeflogen. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Mediamarkt-Saturn-Übernahme stockt

Der chinesische JD-Konzern will Europas größten Elektronikhändler übernehmen, doch in Österreich geht es nicht voran. Wien hat Bedenken. Andere Länder haben dagegen schon zugestimmt.

Was ändert sich durch das Recht auf Reparatur?

Reparieren statt wegwerfen: Künftig sollen Hersteller bestimmte Geräte zu fairen Preisen instand setzen müssen - auch nach Ende der Garantie. Was das neue Recht auf Reparatur für Verbraucher bedeutet.

Arrow erweitert Portfolio um KI-gestützte Lösungen von Dataminr

Arrow hat eine Vertriebsvereinbarung mit Dataminr geschlossen, einem Anbieter von KI-basierten Real-Time-Intelligence-Lösungen für Sicherheitsvorfälle, Bedrohungen und Risiken.