Analyse: Risikokapital für deutsche Start-ups auf Rekordniveau

Start-ups in Deutschland haben nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young im ersten Halbjahr 2018 Risikokapital in Rekordhöhe erhalten. Demnach sammelten die jungen Unternehmen 2,2 Milliarden Euro ein – Erlöse aus Börsengängen nicht eingerechnet. Das entspreche einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte die Beratungsgesellschaft am Dienstag mit. Zusammen mit dem Kapital aus Börsengängen ging der Wert mit 2,4 Milliarden Euro allerdings um sieben Prozent zurück, da im vergangenen Jahr der Börsengang des Lieferdienstes Delivery Hero für ein Rekordergebnis gesorgt hatte. Besonders beliebt bei den Investoren seien junge Unternehmen aus dem Online-Handel, gefolgt von FinTechs und Start-ups, die neue Software-Technologien entwickeln.

Berlin konnte sich demnach als Deutschlands Start-up-Hauptstadt behaupten, dort flossen bei 123 Finanzierungsrunden insgesamt 1,6 Milliarden Euro. «In Berlin hat sich in den vergangenen Jahren das wichtigste und größte Ökosystem für Start-ups etabliert – hier stimmen die Rahmenbedingungen auch im internationalen Vergleich», sagte Peter Lennartz, Partner bei EY. Andere Standorte hätten es dagegen grundsätzlich schwerer. Laut EY folgen mit deutlichem Abstand Bayern mit 46 Finanzierungsrunden und NRW mit 29. (dpa)

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