2.300 Kilometer Glasfaser: Großes Breitbandprojekt gestartet

Im Norden Sachsen-Anhalts ist das flächenmäßig größte Breitbandprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird.

Im Norden Sachsen-Anhalts ist das flächenmäßig größte Breitbandprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird. Der Bund gibt 135 Millionen Euro, damit 2300 Kilometer Glasfaserkabel in der dünn besiedelten Altmark verlegt werden können, wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Montag in Gardelegen sagte. Damit könnten mehr als 30 000 Haushalte, fast 3000 Unternehmen und fast 800 Institutionen mit einem schnellen Anschluss versorgt werden. Er sei jetzt bei mehreren Projekten in Deutschland, in denen im großen Stil ausgebaut werde, sagte Scheuer. Als Beispiel nannte er ein bereits laufendes Projekt auf der Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) und ein anstehendes Projekt in der brandenburgischen Uckermark.

Die vielfältige Internetwelt solle nicht nur in Berlin-Mitte verfügbar sein, sondern auch im ländlichen Raum, sagte Scheuer. Es gehe auch um die Mobilität der Zukunft sowie die Chancen der Telemedizin. «Wer heute Glasfaser hat, wird morgen 5G haben.» Die Bundesregierung hat als Ziel ausgegeben, dass in fünf Jahren alle in Deutschland mit mindestens einem Gigabit pro Sekunde surfen können. Derzeit sind laut jüngstem Breitbandatlas rund 43 Prozent der Haushalte mit dieser Bandbreite versorgt. Wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht selbst Kabel verlegen, weil es unwirtschaftlich ist, gibt es Fördergelder dazu. (dpa)

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