Rechnungskauf-Deal: Klarna übernimmt BillPay

Der Rechnungskauf-Spezialist Klarna stärkt seine Position im deutschsprachigen Raum mit der Übernahme von BillPay. Der Kauf auf Rechnung soll bei rund 5.000 neuen Händlern angeboten werden.

Der schwedische Rechnungskauf-Spezialist Klarna stärkt seine Marktposition in deutschsprachigen Ländern mit der Übernahme des Rivalen BillPay. Klarna sieht sich damit als Marktführer sowohl bei Kundenzahl als auch beim Geschäftsvolumen. Mit BillPay werde Klarna den Kauf auf Rechnung bei rund 5.000 neuen Händlern anbieten, darunter Esprit, OBI, Flixbus oder CTS Eventim, sagte Deutschlandchef Marc Berg der Deutschen Presse-Agentur. Klarna hatte in Deutschland bisher 15 Millionen Nutzer beim Rechnungskauf, für BillPay wurde nur die Gesamtzahl von 12 Millionen Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden genannt. Die Marke BillPay soll mit der Zeit aufgegeben werden.

Der Kauf auf Rechnung wird im deutschen Online-Handel von den Kunden stark nachgefragt, das sei durch die großen Versender so geprägt worden, sagte Berg. Ein starker Rivale für Klarna in dem Geschäft ist der US-Anbieter Paypal. Der Kaufpreis für BillPay wurde offiziell nicht genannt, nach Informationen der «Financial Times» lag er bei 60 Millionen Pfund (69,5 Millionen Euro). Klarna kaufte BillPay dem britischen Spezialisten für kurzfristige Kredite Wonga ab. Der wiederum hatte BillPay 2013 von der Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet übernommen. «Es war ein seltsamer Zukauf für Wonga, da E-Commerce nicht zu deren Kerngeschäft gehört», sagte Klarna-Chef Sebastian Siemiatkowski der «Financial Times». Die Frage sei, warum sie es überhaupt gekauft hätten. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

SAP-Chef Klein verdient mehr als 16 Millionen Euro

An der Börse ging es für SAP zuletzt abwärts. Auf längere Sicht ist die Entwicklung aber positiv. Das zahlt sich für den SAP-Chef aus. Er gehört weiterhin zu den bestbezahlten Managern in Deutschland.

Also startet Aktienrückkaufprogramm

Also kündigt ein Aktienrückkaufprogramm an. Der Start ist für den 12. März 2026 vorgesehen.

Studie: Vorurteile bremsen Frauen in deutschen IT-Abteilungen aus

Obwohl die deutsche Wirtschaft den Fachkräftemangel in den IT-Abteilungen ohne weibliche Talente kaum lösen kann, halten sich veraltete Stereotype in der Branche hartnäckig.
ANZEIGE
ANZEIGE