Handelsforscher: Streiks bei Amazon sind ein Witz

Die Streiks der Gewerkschaft Verdi für einheitliche Tarifverträge beim Onlineriesen Amazon bleiben nach Ansicht von Handelsexperten ohne durchschlagende Wirkung.

Die Streiks der Gewerkschaft Verdi für einheitliche Tarifverträge beim Onlineriesen Amazon bleiben nach Ansicht von Handelsexperten ohne durchschlagende Wirkung. «Amazon ist so aufgestellt, bei streikbedingten Engpässen auch aus Logistikzentren im benachbarten Ausland liefern zu können», sagte Kai Hudetz, Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung, der Deutschen Presse-Agentur. Dabei verwies er unter anderem auf Logistikzentren in Tschechien un Polen. Auch der Experte für Internethandel und Betriebswirtschaft, Gerrit Heinemann, von der Hochschule Niederrhein, kann keine Folgen des Ausstandes erkennen: «Die Streiks sind ein Witz.» Amazon habe sie längst einkalkuliert, betonte Heinemann.

Das sieht Verdi anders und kündigte weitere Arbeitsniederlegungen in den kommenden Wochen an. «Wir werden ein Zeichen setzen», sagte Verdi-Handelsexperte Thomas Voß. In den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft mit dem anlaufenden Jahresendgeschäft den Arbeitskampf bei Amazon wieder ausgeweitet. Seit 2013 kämpft Verdi um einen Tarifvertrag. Das lehnt der Onlineriese bislang strikt ab und verweist auf eine sehr gute Bezahlung und soziale Absicherung der rund 11.000 Beschäftigten. (dpa)

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