Ingram Micro hat auf seinem ersten Capital Markets Day seine langfristige Strategie und neue Finanzziele vorgestellt. Der Distributor will sich dabei zunehmend von einem klassischen IT-Distributor zu einer KI-gestützten Plattform für das globale IT-Ökosystem entwickeln.
Für die Geschäftsjahre 2026 bis 2029 erwartet Ingram Micro ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund vier bis sechs Prozent. Der Bruttogewinn soll im gleichen Zeitraum jährlich um fünf bis sieben Prozent zulegen. Beim Non-GAAP-Nettogewinn strebt das Unternehmen sogar ein durchschnittliches Wachstum von elf bis 13 Prozent an.
Eine zentrale Rolle bei der Transformation spielt die digitale Plattform Xvantage. Nach Angaben von Ingram Micro bündelt sie inzwischen mehr als 400 KI- und Machine-Learning-Modelle. Die Plattform soll unter anderem Prozesse automatisieren, Empfehlungen geben und Vertriebspartner sowie Hersteller bei Geschäftsentscheidungen unterstützen.
«Wir treten in ein neues Kapitel ein und bauen auf unseren Stärken auf, um das B2B Intelligent Operating System der Branche in großem Maßstab zu schaffen», erklärte Ingram-Micro-CEO Paul Bay. Das Unternehmen sieht vor allem höherwertige Lösungen, Services und Cloud-Angebote sowie das Enable-AI-Programm als Wachstumstreiber.
Ingram Micro arbeitet nach eigenen Angaben weltweit mit mehr als 165.000 Kunden und über 1.500 Herstellern zusammen. Für das dritte Quartal 2026 erwartet der Distributor Ergebnisse am oberen Ende der Ende Juli ausgegebenen Prognosespanne.




