Ingram Micro: «Konsolidierung wird sich verschärfen»

Mit Alexander Maier übernimmt einer der «besten Manager in der IT-Distribution», wie sein Vorgänger Ernesto Schmutter betont, das Ruder in Dornach. Maier gibt erste Strategie-Details bekannt.

Führungswechsel in Dornach: Alexander Maier übernimmt den Chefposten in Deutschland von seinem Vorgänger Ernesto Schmutter. «Ich will mich künftig eigenen Projekten widmen. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen», so Schmutter. Er stehe jetzt noch für EMEA-Strategiethemen zur Verfügung und scheide im Jahresverlauf bei Ingram Micro aus. Er übergebe das Geschäft an einen der «besten Manager in der IT-Distribution», so der scheidende Deutschland-Chef. Alexander Maier betont in Gespräch mit ChannelObserver, dass er sich auf ein «eingespieltes Management-Team» verlassen könne. Genaue Details zur Strategie will Maier erst in den kommenden Wochen bekannt geben. «Wir sind der führende Distributor in Deutschland. Das liegt daran, dass wir uns veränderten Wettbewerbssituationen stellen können», so Maier. Trotzdem wolle man «bestehende Sachverhalte» hinterfragen. Der Führungswechsel erfolge zu einem Zeitpunkt der Stärke und des Wachstums: Der Marktanteil sei sowohl im Volumen- als auch im Value-Bereich in Deutschland ausgebaut worden. So sei man im Value-Bereich im zweistelligen und im Client-Bereich im «hohen einstelligen» Bereich gewachsen. Insgesamt hätte man dem Wettbewerb drei Prozentpunkte abnehmen können.

Eine stärkere Positionierung sei künftig unter anderem im Services-Bereich angepeilt. Eine Zentralisierung des eigenen Geschäfts sei hingegen nicht geplant. Die dezentrale Struktur mit verschiedenen Niederlassungen soll bestehen bleiben. Derzeit gebe es einen «verschärften Wettbewerbsdruck» und eine zunehmende Konsolidierung in der Distributions-Branche, wie Maier ausführt. Selbst Spezialisten würden zunehmend unter Druck geraten, wenn die entsprechenden Nischenmärkte nicht mehr gut laufen würden. «Die Konsolidierung wird sich auch in der Distributionsbranche weiter verschärfen. Mit HNA haben wir einen Kapitalgeber im Hintergrund, mit dem wir alle Optionen prüfen können», kündigt der neue Deutschland-Chef an. 

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