Höhere Speicherkosten: Notebook-Käufer sparen beim RAM

Steigende Kosten sorgen im europäischen Notebook-Markt für eine stärkere Spreizung der Nachfrage. Preisbewusste Geschäftskunden greifen wieder häufiger zu Geräten mit nur 8 GB Arbeitsspeicher.

Steigende Kosten sorgen im europäischen Notebook-Markt für eine stärkere Spreizung der Nachfrage. Während preisbewusste Geschäftskunden wieder häufiger zu Geräten mit nur 8 GB Arbeitsspeicher greifen, bleibt gleichzeitig die Nachfrage nach leistungsstarken und entsprechend teureren Modellen hoch. Das zeigen aktuelle Zahlen des Marktforschers Context für August 2026.

Über Handelsketten entfielen 25 Prozent der verkauften Business-Notebooks auf Modelle mit 8 GB RAM, bei kleinen und mittelgroßen Resellern waren es 20 Prozent. Mit Abstand größtes Segment bleiben Geräte mit 16 GB, die 60 Prozent der Stückzahlen im Retail und 53 Prozent bei Resellern ausmachten.

Am oberen Ende des Marktes kamen Notebooks mit 32 GB zwar nur auf 14 Prozent der Stückzahlen, erwirtschafteten aber 25 Prozent des Umsatzes. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in Deutschland: Hier entfielen bei Resellern bereits 35 Prozent der verkauften Geräte und 45 Prozent des Notebook-Umsatzes auf Modelle mit 32 GB RAM.

Context sieht damit zwei zunehmend unterschiedliche Kundengruppen im Channel: Käufer, die angesichts des Kostendrucks bei der Ausstattung sparen, und Kunden, die bewusst mehr für leistungsfähigere und länger nutzbare Geräte ausgeben. Bemerkenswert ist die Entwicklung auch vor dem Hintergrund steigender Anforderungen durch KI-Anwendungen, die eigentlich für einen Trend zu größeren Speicherausstattungen sprechen.

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