Cancom zahlt trotz Gewinnsprungs nur stabile Dividende

Cancom knausert bei der Dividende: Trotz eines kräftigen Gewinnzuwachses sollen die Anteilseigner nur eine Ausschüttung auf Vorjahreshöhe erhalten.

Der IT-Dienstleister Cancom knausert nach einem Gewinnsprung bei der Dividende. Trotz eines kräftigen Gewinnzuwachses im Jahr 2015 sollen die Anteilseigner mit 50 Cent je Aktie nur eine Ausschüttung auf Vorjahreshöhe erhalten, wie der TecDax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Um die Chancen etwa im Cloud Computing besser zu nutzen, wolle die Gesellschaft den Gewinn künftig vorrangig zur Finanzierung des Wachstums und zur Weiterentwicklung des Geschäfts einsetzen, heißt es im Geschäftsbericht. Dies habe Vorrang vor Dividendenkontinuität. Eine Sprecherin ergänzte, dass die bislang vorgesehene Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent nicht mehr gelte. Im vergangenen Jahr hatte Cancom seinen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft um knapp 70 Prozent auf 29,3 Millionen Euro gesteigert. Die nun zur Ausschüttung vorgesehenen 8,2 Millionen Euro entsprächen einer Quote von 28 Prozent. Größter Aktionär der Münchener war zuletzt mit knapp 19 Prozent Anteil der Versicherer Allianz.

Der Umsatz verbesserte sich 2015 auch dank Zukäufen um 12,5 Prozent auf 932,8 Millionen Euro. Aus eigener Kraft wuchs Cancom dabei um 8,6 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 22,3 Prozent auf 63,1 Millionen Euro zu. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Unternehmen will Cancom für sich nutzen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz weiter steigen und zwar deutlicher als der relevante deutsche IT-Markt. Das Ebitda soll ebenfalls zulegen. (dpa)

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