Bechtle verdient weiter prächtig: Lieferprobleme bremsen

Der IT-Dienstleister Bechtle hat im ersten Quartal dank starker Nachfrage auch unter dem Strich deutlich mehr verdient.

Der IT-Dienstleister Bechtle hat im ersten Quartal dank starker Nachfrage auch unter dem Strich deutlich mehr verdient. So zog der Gewinn im Jahresvergleich um 21,4 Prozent auf 52,9 Millionen Euro an, wie es am Donnerstag vom Unternehmen aus Neckarsulm hieß. Vergangenes Jahr hatte Bechtle auch Rückstellungen zur Risikovorsorge gebildet, die in diesem Jahr weitgehend ausblieben. Allerdings bremsen Lieferengpässe das Geschäft: Weil einige Komponenten für projektgebundene Aufträge fehlen und daher viel Material auf Lager liegt, flossen im operativen Geschäft 127,1 Millionen Euro an freien Mitteln ab. Vor einem Jahr war der operative Cashflow mit 20,6 Millionen Euro dagegen positiv. Bechtle-Chef Thomas Olemotz bestätigte die Jahresprognose – das Unternehmen hoffe, dass sich die Liefersituation ab dem zweiten Halbjahr nach und nach entspannen werde. „Die Unsicherheiten sind allerdings sehr hoch“, fügte er an.

Vorläufige Zahlen zum Abschneiden im ersten Quartal hatte Bechtle bereits vorgelegt, der Umsatz war auf vergleichbarer Basis um 6,8 Prozent auf 1,38 Milliarden gewachsen, vor allem dank der starken Entwicklung im Onlineshop, in dem das Unternehmen IT-Hardware verkauft. Das Vorsteuerergebnis lag dabei mit 74 Millionen Euro und 21,4 Prozent Plus noch etwas höher als zuletzt in Aussicht gestellt. (dpa)

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