Bechtle legt im PC-Bereich zweistellig zu

Bechtle trotzt dem schrumpfenden PC-Markt und legt in diesem Segment um 15 Prozent zu. Bei Tablets wächst das Systemhaus sogar um 114 Prozent.

Im vergangenen Jahr sanken die PC-Verkäufe in EMEA auf 88,3 Millionen Einheiten, 15,7 Prozent weniger als im Jahr 2012. Der drastische Rückgang hatte auf das Systemhaus Bechtle allerdings keine Auswirkungen. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen in diesem Segment sogar um 15 Prozent zulegen. „Ungeachtet dessen liegt die Zukunft bei mobilen Anwendungen. Bei Tablets sind wir 2013 sogar um 114 Prozent gewachsen“, betont Bechtle-Chef Thomas Olemotz im Gespräch mit der Welt am Sonntag. Bis zum Jahr 2020 peilt der Konzern einen Umsatz von fünf Milliarden Euro an. Um dies zu erreichen, soll unter anderem die Marktposition im Bereich Software und Anwendungslösungen gestärkt werden, auch über Zukäufe. Um Akquisitionen vorzunehmen befände sich Bechtle in einem „fortlaufenden Prüfungsprozess“. Im Schnitt schaue sich das Systemhaus zwischen drei und fünf Firmen monatlich genauer an. 

Ein wichtiger Bereich für Bechtle sind nach wie vor die Geschäfte mit der öffentlichen Hand. Vorstandschef Olemotz beziffert den Umsatzanteil mit öffentlichen Aufträgen auf rund 30 Prozent. „Wir haben hier in Neckarsulm ein eigenes Team für dieses wichtige Kundensegment aufgebaut, das sich um die Ausschreibungen kümmert. Aktuell verarbeiten wir jährlich 900 Ausschreibungen der öffentlichen Hand.“ Rund zwei Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet das Systemhaus in Deutschland. Dementsprechend gebe es im Ausland noch „den einen oder anderen weißen Fleck“, obwohl man in den vergangenen Jahren in insgesamt 13 Auslandmärkte vorgestoßen sei. „Deutschland ist und bleibt im europäischen Kontext aber der größte Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial“, so Thomas Olemotz.

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