Bechtle bleibt vorsichtig bei Prognosen

Der IT-Dienstleister Bechtle bleibt trotz eines starken Wachstums im ersten Halbjahr vorsichtig für 2022.

Der IT-Dienstleister Bechtle bleibt trotz eines starken Wachstums im ersten Halbjahr vorsichtig für 2022. Sowohl Erlös als auch Vorsteuerergebnis sollen nach wie vor „deutlich“ zulegen, teilte der MDax-Konzern am Donnerstag in Neckarsulm mit. Das bedeutet einen Anstieg um fünf bis zehn Prozent. Nach sechs Monaten stehen bei beiden Werten zweistellige Wachstumsraten zu Buche. Die Bereitschaft der Kunden in Digitalisierung zu investieren, sei aktuell zwar ungebremst, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz. „Die Herausforderungen im weiteren Jahresverlauf werden sicherlich anhalten, vielleicht sogar noch steigen“, mahnte er aber. Bechtle gilt als konservativ bei der Kommunikation der Finanzziele.

Eckdaten hatte das Unternehmen schon vorgelegt und bestätigte diese nun. Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal um 14,5 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro. Vor Steuern blieben mit 88,5 Millionen Euro und damit neun Prozent mehr Gewinn hängen. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 10,8 Prozent auf 63,6 Millionen Euro. Auch im zweiten Quartal flossen allerdings im operativen Geschäft mit 75,3 Millionen Euro viele Finanzmittel ab. Der sogenannte Cashflow sei von Lieferproblemen belastet, hieß es – die Vorräte verharrten auf hohem Niveau. Wenn manche Teile schlecht verfügbar sind, können bei Bechtle vor allem im Projektgeschäft mit IT-Systemen viele Aufträge nicht abschließend ausgeliefert werden. (dpa)

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