-0.1 C
Flensburg
Freitag, Februar 20, 2026

Nvidia wächst weiter sehr stark dank KI-Chips

Es kommt nicht oft vor, dass sich der Umsatz eines etablierten Unternehmens binnen eines Jahres verdreifacht. Doch bei Nvidia macht die reißende Nachfrage nach KI-Chips das möglich.

Der Boom bei Künstlicher Intelligenz lässt das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiter auf Hochtouren laufen. Im vergangenen Quartal war der Umsatz mit gut 18 Milliarden Dollar drei Mal so hoch wie ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit zwei Milliarden Dollar weniger Umsatz gerechnet.

Der Gewinn schoss von 680 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 9,2 Milliarden Dollar (8,4 Mrd Euro) hoch, wie Nvidia nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Die ursprünglich für Grafikkarten entwickelten Nvidia-Technologien bewähren sich schon seit langem für die Rechenarbeit beim Anlernen von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.

Für das seit Ende Oktober laufende vierte Geschäftsquartal stellte der Konzern einen Umsatz von etwa 20 Milliarden Dollar in Aussicht – ebenfalls über zwei Milliarden Dollar mehr als am Markt erwartet. Nvidia-Chef Jensen Huang betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass er den Wandel durch Künstliche Intelligenz erst ganz am Anfang sehe. Vor allem werde es quer durch die Bank die Einführung der sogenannten generativen KI wie Chatbots nach dem Vorbild von ChatGPT geben, prognostizierte er.

Zugleich räumte Nvidia ein, dass das Geschäft in China unter dem Druck ausgeweiteter Lieferbeschränkungen «erheblich» zurückgehen werde. Chinesische Unternehmen gehörten zu großen Käufern von Nvidias KI-Chips und das Geschäft dort brachte zuletzt 20 bis 25 Prozent vom Umsatz mit Rechenzentren ein.

Die US-Regierung weitete aber vor wenigen Wochen die Beschränkungen für Ausfuhren nach China auf die bisher dorthin verkaufte Nvidia-Technik aus. Nvidia betonte, dass das Geschäft in anderen Ländern den Rückgang in China mehr als ausgleichen werde. Nvidia arbeite zwar an Konfigurationen und Lösungen, die auch nach aktuellen Regeln nach China verkauft werden könnten, sagte Finanzchefin Colette Kress. Aber das werde einige Monate dauern und nicht mehr im laufenden Quartal spürbar sein.

Die Nvidia-Aktie verlor in einer ersten Reaktion auf die Zahlen rund vier Prozent, ging aus dem nachbörslichen Handel aber mit einem moderateren Minus von 1,74 Prozent. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Elovade mit Roadshow für IT-Dienstleister und MSPs

Der Value-Added-Distributor Elovade veranstaltet im Frühjahr 2026 eine Roadshow im DACH-Raum.

OpenAI-Chef: KI braucht dringend Regulierung

Seit langem wird vor Gefahren einer möglichen Super-KI gewarnt. Auch der CEO hinter ChatGPT, Sam Altman, sieht diese und bringt den Vorschlag einer internationalen Überwachung wieder ins Spiel.

Acer und Asus stoppen PC-Verkauf

Ein Patentstreit mit Nokia hat drastische Folgen: Acer und Asus haben den Verkauf von Notebooks und PCs in Deutschland eingestellt.
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE