Massive Restrukturierung bei Fujitsu Technology Solutions

Fujitsu Technology Solutions (FTS) startet ein umfassendes Restrukturierungs-Programm an. In Deutschland werden Stellen abgebaut. Das Werk in Augsburg könnte betroffen sein.

Die Umstrukturierung sei eine „strategische Antwort auf das zunehmend schwierige, wirtschaftliche Umfeld“, so der Konzern in einer Pressemitteilung. Das Geschäftsmodell soll künftig in Richtung Services und Solutions ausgerichtet werden. Der Marktanteil von Fujitsu am Services- und Solutions-Markt in der Region CEMEA&I sei „relativ gering, so dass ein deutliches Wachstumspotenzial vorhanden ist“, heißt es in der Mitteilung weiter. Das bedeutet aber auch, dass die Umsätze dementsprechend auch noch gering sind und zeigt, wie dramatisch die Situation bei dem Hersteller sein muss.

Das Produktportfolio soll gestrafft werden. Zudem sei geplant, die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie die Produktions- und Lieferketten mit denen der japanischen Muttergesellschaft zu verzahnen. Die jährliche Kostenbasis soll um 150 Millionen Euro reduziert werden. Im Zuge dessen verhandele der Anbieter bereits mit Arbeitnehmervertretern über eine Anpassung der Mitarbeiteranzahl.

„Wir können nicht ausschließen, dass die Restrukturierung auch das Werk in Augsburg betrifft, wo wir Server, Laptops und PCs bauen“, so der FTS-Vorstandschef Rod Vawdrey im Gespräch mit der dpa. In Augsburg sind etwa 1.700 Mitarbeiter beschäftigt, in München 1.300 und am ehemaligen Siemens-Nixdorf-Standort Paderborn 750. 

In der Branche wurde bereits seit einigen Monaten spekuliert, dass bei Fujitsu Technology Solutions der Hardware-Verkauf nur schleppend laufe. Kurz vor der Hausmesse des Konzerns im vergangenen Jahr verließ zudem CEO Rolf Schwirz das Unternehmen. 

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