Loewe-Investoren springen ab

Chaos bei Loewe: Die Investorengruppe will abspringen. Der Hersteller will die Investoren zur Vertragserfüllung möglicherweise gerichtlich zwingen.

Chaos beim TV-Hersteller Loewe: Die Investorengruppe Sepmeier, Kalmund und Gesmar-Larsen hat überraschend den Rücktritt vom erst kürzlich abgeschlossenen Kaufvertrag bekannt gegeben. Das will der Hersteller nicht hinnehmen. Man werde diesen Rücktritten widersprechen und die Erwerber zum „Closing“ auffordern, so Loewe in einer Mitteilung. Die Rücktritte seien ohne jeglichen Rechtsgrund erfolgt. Loewe prüfe die Einleitung von gerichtlichen Schritten. Erst Mitte Januar waren Constantin Sepmeier, Stefan Kalmund und der frühere Apple-Europachef Jan Gesmar-Larsen beim angeschlagenen TV-Hersteller eingestiegen. Dafür hatten die Investoren die Panthera GmbH gegründet und wollten zunächst rund 270 Mitarbeitern inklusive aller Auszubildenden übernehmen. Gesmar-Larsen gab in Interviews sogar vollmundig die neue Strategie bekannt: „Wir möchten eine große Palette an Produkten herstellen. Kleine wie Fernbedienungen und Lautsprecher; und große wie Fernseher. Hier muss die Benutzerfreundlichkeit groß sein. Fernbedienungen müssen leicht bedienbar sein. Internet und Musik sollen ohne Probleme in das Gerät integrierbar sein.“

Nach dem Rückzug der Investoren hat Loewe die Suche nach einem Retter wieder aufgenommen. Es seien Verhandlungen mit einem weiteren Investor gestartet worden, um „alle Optionen nutzen zu können“. Dieser Investor sei während des vergangenen Prozesses zunächst nicht zum Zuge gekommen, hätte aber ein Angebot vorgelegt, das eine gute Perspektive geboten hätte. Da nun bereits ein Kaufvertrag vorliege, sei eine schnelle Einigung möglich. „Wenn wir jetzt schnell zu einem Abschluss kommen, kann es noch gelingen, die Zukunft von Loewe zu sichern“, so Loewe Finanz- und Restrukturierungsvorstand Rolf Rickmeyer. 

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