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12.03.2013 | Hersteller

Analyse vom Statistischen Bundesamt

Zahl der Insolvenzen geht zurück

Im Jahr 2012 meldeten die deutschen Amtsgerichte 28.304 Unternehmens-Insolvenzen, das waren sechs Prozent weniger als im Jahr 2011. Die Forderungen der Gläubiger sind allerdings drastisch gestiegen.


Von: Redaktion ChannelObserver

Im Jahr 2012 meldeten die deutschen Amtsgerichte 28.304 Unternehmensinsolvenzen, das waren sechs Prozent weniger als im Jahr 2011, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ihren bisherigen Höchststand hatten die Unternehmensinsolvenzen mit 39.320 Fällen im Jahr 2003. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2012 mit 97.635 Fällen um 5,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Damit wurden nach den Jahren 2008 und 2011 zum dritten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 weniger Verbraucherinsolvenzen registriert als im entsprechenden Vorjahr. Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 20.280 Fällen um 5,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2012 auf rund 51,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hatten sie bei 31,5 Milliarden Euro gelegen. Der Anstieg der Forderungen, bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen, sei darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Jahr 2012 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Vorjahr.


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