ChannelObserver

ChannelObserver

Das Online-Portal für die ITK-Branche


10.04.2019 | Hersteller

Hersteller

Wortmann führt sanXaler-Technologie fort

Boris Hajek war mit seiner Firma Losstech und den Hyperkonvergenz-Produkten sanXaler ein aufstrebender Hersteller. Nach der Insolvenz von Losstech führt Wortmann die Technik fort.


Von: Redaktion ChannelObserver

Siegbert Wortmann führt Hyperkonvergenz-Technik von Losstech weiter

Boris Hajek war mit seinem im Jahr 2004 gegründeten Systemhaus Losstech auf Storage-Virtualisierung im Umfeld von Microsoft, Citrix und VMware spezialisiert. Im Jahr 2015 entschied die Firma, als Hersteller in den Bereich Hyperkonvergenz einzusteigen. Mit dem Slogan: «Wir wollen schneller und besser als die etablierten Anbieter sein», trat man selbstbewusst gegen die großen Server- und Storage-Hersteller an. Dieses ambitionierte Vorhaben gelang schließlich mit der sanXaler-Serie, die Virtualisierungs-, Server-, Netzwerk-, Speicher- und Datenschutztechnologien in einer fertigen Lösung integriert. Erste Kunden wurden überzeugt, der Vertrieb wurde über die Verbundgruppe Comteam und Distributor Api ausgebaut. Noch im Sommer 2018 wurde der ambitionierte Anbieter mit einem German Innovation Award ausgezeichnet. Doch wenig später musste das aufstrebende Startup überraschend Insolvenz anzumelden. Zu den Gründen gibt es keine offizielle Aussage, doch offensichtlich wurden die Kosten in den letzten Monaten deutlich erhöht.

Auch wenn Losstech letztendlich mit dem Angriff auf die etablierte Hyperkonvergenz-Branche gescheitert ist, wird die Technologie zumindest weiterbestehen: Nach der Insolvenz von Losstech übernahm der umtriebige Hersteller und Distributor Wortmann die sanXaler-Technologie. Diese wird jetzt unter dem Brand «TerraXaler» fortgeführt. Zu diesem Zweck wurde im Februar die TerraXaler GmbH mit Sitz in Hüllhorst gegründet. Die Geschäftsführer sind Martin Müller und Siegbert Wortmann. Einen Vertrieb über die Wortmann AG soll es auch geben, wie das Unternehmen gegenüber ChannelObserver bestätigt. Drei Vertriebsmitarbeiter aus der Server-Gruppe seien auf diesem Gebiet bereits intern geschult worden, weitere sollen folgen, heißt es weiter. So gibt es zumindest weiter Hoffnung auf Hyperkonvergenz-Technologie «made in Germany».


comments powered by Disqus