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28.11.2019 | Etail

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Black-Friday-Rabattschlacht bringt Paketbranche ins Schwitzen


Von: Redaktion ChannelObserver

Der Black Friday (Schwarzer Freitag) ist in den USA stets der Tag nach dem Erntedankfest Thanksgiving. Er gilt dort als Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Als der Black Friday vor einigen Jahren aus den USA nach Europa importiert wurde und die heimische Paketbranche damit zurechtkommen musste, gab es durchaus Probleme. So ist in einem drei Jahre alten Blog-Eintrag auf der Internetseite des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (BVEH) die Rede davon, dass es «verstärkt zu Engpässen bei der Lieferung» gekommen sei. Doch das sei lang her, hebt eine Verbandssprecherin hervor: «Logistiker, Händler und Kunden haben dazugelernt.» Der Onlinehandel und die Logistik seien gut vorbereitet auf den virtuellen Weihnachtsbummel der Verbraucher. Tatsächlich treffen die Paketmassen die Branche alles andere als unvorbereitet: Händler und Logistiker führen seit dem Sommer intensive Gespräche zum Weihnachtsgeschäft, auf Basis von Verkaufsprognosen der Händler haben die Paketdienstleister ihr Personal und ihre Fuhrparks aufgestockt.

Und was bedeutet der Black Friday für die Belegschaft? «Die Arbeitsbelastung ist hoch, aber dank der Verdi-Tarifverträge hält sie sich in den richtigen Grenzen», sagt Uwe Köpke von der Dienstleistungsgewerkschaft. Überstunden würden aufgeschrieben. Sollten Vorgesetzte das nicht wollen, müssten Zusteller am Ende ihrer regulären Arbeitszeit Schluss machen und die übrig gebliebenen Pakete zurück ins Depot fahren. Sorgenfalten bekommt Köpke beim Blick auf die Post-Konkurrenz, die vor allem auf externe Dienstleister als Zusteller setzt, also nicht auf eigene Fahrer. Die Tarifbindung sei bei diesen Subunternehmern gering, moniert der Gewerkschafter. «Und wo es keine Tarifbindung gibt, kommt der Arbeitnehmer schlecht weg.» (dpa)

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