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18.05.2020 | Hersteller

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Studie: Managed Services-Markt bricht ein

Das Volumen für Managed-Services-Verträge soll wegen der Pandemie im zweiten Quartal weltweit um 17 Prozent fallen, so eine aktuelle Studie.


Von: Redaktion ChannelObserver

Barbara Florschütz, Geschäftsführerin der Information Services Group (ISG) Germany

Das Volumen für Managed-Services-Verträge soll wegen der Pandemie im zweiten Quartal weltweit um 17 Prozent fallen, so eine Studie des Analysten- und Beratungshauses Information Services Group (ISG). Der Grund dafür seien Schwächen in wichtigen Wirtschaftszweigen wie der Reiseverkehrs- und Gastgewerbebranche, der Konsumgüterindustrie, dem Handel und bei Finanzdienstleistungen. Weltweit betrachtet wurden im ersten Quartal 85 Prozent der Managed-Services-Verträge im Januar und Februar abgeschlossen. Der ISG Index zeigt, dass die Geschäftsaktivitäten ab Anfang März in ganz Europa als Folge der Pandemie einbrachen, und damit früher als in Amerika, wo dieser Abwärtstrend erst gegen Ende März einsetzte.

Der gesamte Outsourcing-Markt aus As-a-Service- und Managed-Services-Leistungen in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) hatte zuvor im ersten Quartal im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf insgesamt 4,5 Milliarden Euro zugelegt. Das Wachstum in EMEA war auf einem guten Weg, sieben bis neun Prozent zu erreichen. Doch ausgebremst wurde die Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie, welche Anfang März die Region erreichte. Infolgedessen sank das Volumen im ersten Quartal im Vergleich zu den Rekordwerten des vierten Quartals 2019 um sechs Prozent. Ein im ersten Quartal insgesamt noch reges Managed-Services-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie den Benelux-Staaten glich die eher schleppende Performance in Skandinavien und im Vereinigten Königreich aus. Dort gibt es über COVID-19 hinaus weiterhin viele Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit.

«Unternehmen, die ihre digitale Transformation in den vergangenen Jahren ernst genommen haben, werden den durch COVID-19 erzeugten Sturm wahrscheinlich besser meistern. In der zweiten Jahreshälfte sollte sich das Managed-Services-Geschäft erholen. Aufs ganze Jahr gesehen wird das Vertragsvolumen von Managed Services allerdings um sieben Prozent sinken. Das As-a-Service-Segment wiederum wird im zweiten Quartal um fünf Prozent gegenüber dem ersten Quartal wachsen. Das Plus für das gesamte Jahr wird bei zwölf Prozent liegen», prognostiziert Barbara Florschütz, Geschäftsführerin der Information Services Group (ISG) Germany.


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