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07.04.2013 | Hersteller

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So funktioniert die IBM-Bank

IBM Global Financing (IGF) unterstützt Reseller und Distributoren mit seinen Finanzierungslösungen. ChannelObserver sprach mit IGF-Deutschlandchef Christoph Heitjans, wie Partner zusätzliche Liquidität gewinnen können.


Von: Markus Reuter

Christoph Heitjans, Director of IBM Global Financing Germany, im Gespräch mit ChannelObserver.

Die Zahlungsmoral hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Für so manchen Unternehmer bedeutet dies über kurz oder lang das finanzielle Aus und somit auch das Ende seines Betriebes. Zahlungen von Kunden können ganz ausbleiben oder werden erst mit erheblicher Verspätung beglichen. Die durchschnittlichen Zahlungszeiten liegen laut IBM weit über den 30-Tages-Fristen: Distributoren müssten durchschnittlich 44 Tage auf ihr Geld warten, Reseller sogar 66 Tage. Hier will IBM Global Financing (IGF) als weltweit größter IT-Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von 36 Milliarden Dollar mit seinen Finanzierungslösungen in die Bresche springen. „Neue IBM-Partner sind meistens überrascht über die Bandbreite unserer Lösungen“, betont Christoph Heitjans, Director IBM Global Financing in Deutschland, im Gespräch mit ChannelObserver. 

Neben dem „Client Financing“, der klassischen Investitionsfinanzierung von Endkundengeschäften über Leasing, betreibt IBM Global Financing das so genannte „Commercial Financing“, die Finanzierung des Wareneinkaufs von IBM Business Partnern. Diese läuft wie folgt ab: Der Händler muss normalerweise spätestens am 30. Tag nach der Lieferung die Rechnung seines Distributors bezahlen. Wenn er nun Global Financing für eine Wareneinkaufs-Finanzierung in Anspruch nimmt, verändern sich seine Zahlungsfristen. Denn in diesem Fall wird IGF die Rechnung des Grossisten in der vereinbarten Zahlungsfrist bezahlen, der bonitätsgeprüfte Partner kann sich aber noch weitere 30 Tage Zeit lassen, bis er die Forderung an IBM Global Financing begleicht. Dies ist möglich, weil der Finanzdienstleister seinem Geschäftspartner ein Zahlungsziel von 60 Tagen einräumt. Der Reseller kann also weitere 30 Tage frei über seine Mittel verfügen. 

Aber auch der Distributor kann profitieren. Mit ihm vereinbart IGF die Bezahlung seiner Rechnung bereits zwischen dem 2. und dem 10. Tag. Seine Rechnung wird also garantiert innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen, nicht erst in 30 Tagen. Damit gewinnt auch er zusätzliche Liquidität. „Wir finanzieren die gesamte Wertschöpfungskette: Vom Distributor über den Händler bis zum Endkunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Der Wettbewerb hat nicht die komplette Supply-Chain im Blick“, so IBM-Manager Heitjans. Reseller und Distributoren würden über die Wareneinkaufs-Finanzierung mit zusätzlicher Liquidität versorgt, und es werde ihnen nicht, wie das typischerweise der Fall sei, durch die Geschäftstätigkeit Liquidität entzogen.

Dass Apps für Smartphones und Tablets mittlerweile auch in der Geschäftswelt angekommen sind, zeigt eine neue Initiative von Global Financing:  „Ab Juli bieten wir Finanzierung als App an. Der Partner kann dann direkt beim Kunden die Finanzierung von Projekten bis 500.000 Euro erreichen“, kündigt Heitjans an. IGF sei mit den Finanzierungsleistungen in den Partnerprogrammen von IBM integriert. „Alle Partner, die eine gewisse Größe erreicht haben, arbeiten mit uns zusammen. Zuvor durchlaufen alle IBM-Partner einen Qualifizierungslehrgang bei uns“, betont Finanzchef Heitjans. So könne sich der Partner bei IT-Projekten auf seine Kernkompetenz konzentrieren. 

 


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