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07.06.2015 | Distribution

Systemhäuser

Schwacher Rechenzentrums-Markt

Der Markt für den Betrieb von Rechenzentren und Applikationen in Deutschland ist in 2014 hinter den Prognosen zurückgeblieben. Lünendonk listet die führenden Service-Spezialisten auf.


Von: Redaktion ChannelObserver

Der Markt für den Betrieb von Rechenzentren ist hinter den Prognosen zurückgeblieben

Der Markt für den Betrieb von Rechenzentren und Applikationen in Deutschland ist im Jahr 2014 hinter den Prognosen zurückgeblieben. Im Durchschnitt wuchs der Umsatz der 25 führenden IT-Service-Unternehmen nur um 0,6 Prozent. Damit habe sich der Bereich deutlich schwächer entwickelt als der Markt für IT-Beratung und Systemintegration, so das Markforschungsinstitut Lünendonk.  2013 sind die Umsätze der damals führenden RZ-Spezialisten noch um durchschnittliche 3,5 Prozent gewachsen. Das für einige Anbieter schwierige Marktumfeld erkläre sich aus einem harten Preiswettbewerb und Industrialisierungseffekten in der IT, so die Marktforscher weiter. «Gerade bei Neuverhandlungen von Outsourcing-Verträgen fallen die Preise in den Ausschreibungen oftmals deutlich, während die Ausschreibungspakete tendenziell ebenfalls kleiner werden», so Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk, die Marktentwicklung. «Darüber hinaus führen Effizienzverbesserungen wie Standardisierung, Virtualisierung und Automatisierung sowie eine stärkere Verlagerung von IT-Leistungen an Near- und Offshore-Standorte zu niedrigeren Marktpreisen für IT-Services. Gleichzeitig werden die Marktpreise und Leistungen immer transparenter und vergleichbarer.»

Allerdings habe die knappe Mehrheit der von Lünendonk untersuchten Unternehmen ein positives Geschäftsjahr 2014 erlebt und die Inlandsumsätze steigern können. 12 der betrachteten Anbieter seien gewachsen, ein Unternehmen habe den Umsatz in Deutschland konstant gehalten. Die übrigen 11 Unternehmen hätten rückläufige Inlandsumsätze verbuchen müssen. Insgesamt haben die 25 führenden Unternehmen in Deutschland 17,8 Milliarden Euro im Jahr 2014 erwirtschaftet. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 71.083 auf 70.836 leicht reduziert. Trotz des für viele Anbieter schwachen Geschäftsjahres blicken die Firmen optimistisch in die Zukunft. Für das laufende Jahr rechnen sie mit einem Anstieg des Marktvolumens um 3 Prozent, für 2016 sogar um 3,4 Prozent. Wegen der Heterogenität der Leistungs- und Kundenstrukturen sowie bei einigen Unternehmen hoher konzerninterner Umsatzanteile stelle diese Liste kein Ranking nach Umsatzgröße dar, sondern werde stets als Marktstichprobe mit alphabetischer Aufführung der Unternehmen publiziert, so Lünendonk weiter. Die Marktforscher führen unter anderem T-Systems (Umsatz in Deutschland 4,8 Milliarden), IBM Global Technology Services (2,6 Milliarden), die Frankfurter Finanz Informatik (1,6 Milliarden) und Computacenter (1,448 Milliarden) in ihrer Liste auf. 


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