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17.05.2019 | Hersteller

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Nvidia: Lage auf Server-Markt hat sich verschlechtert

Gemischte Signale vom Chiphersteller Nvidia: Die Lage auf dem Servermarkt habe sich zuletzt verschlechtert, warnt Finanzchefin Colette Kress.


Von: Redaktion ChannelObserver

Gemischte Signale vom Chiphersteller Nvidia: Einerseits stellte der auf Grafikkarten spezialisierte Hersteller im laufenden zweiten Quartal des Geschäftsjahres wieder einen höheren Erlös in Aussicht - zumindest im Vergleich zu den ersten drei Monaten. Dies deutet darauf hin, dass die Computerhersteller jetzt wieder mehr Grafikchips bestellen und nicht mehr ihre Lagerbestände abbauen. Andererseits sagte Finanzchefin Colette Kress bei der Analystenkonferenz anlässlich der Zahlen zum ersten Quartal, dass sich die Lage auf dem Servermarkt zuletzt verschlechtert habe. Am Finanzmarkt dämpfte diese Aussage die Euphorie der Anleger. Die Aktie gab ihre zuvor teils deutlichen Gewinne im nachbörslichen Handel größtenteils wieder ab.

Im zweiten Quartal des bis Ende Januar laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 rechnet Nvidia mit einem Umsatz von rund 2,55 Milliarden Dollar. Das wäre ein Plus von fast 15 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres und auch mehr, als die von Bloomberg befragten Experten bisher auf dem Zettel hatten. Die Marge soll dabei mindestens so hoch ausfallen wie zum Jahresauftakt. Im ersten Quartal zog der Umsatz im Vergleich zur Vorperiode nur leicht auf 2,22 Milliarden Dollar an. Im Vergleich zum Vorjahr war dies sogar ein deutlicher Rückgang. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn betrug 557 Millionen Dollar und lag damit 16 Prozent höher als im Vorquartal.

Nvidia war im Schlussquartal 2018 zu einem weiteren Hightech-Konzern geworden, der die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft stark zu spüren bekam. Bei Nvidia fielen zudem aber auch weltweit die Verkäufe der neuen, traditionell teuren Top-Modelle mit deutlich verbesserter Leistung niedriger aus als erwartet. Die Aktie des Unternehmens stoppte wegen der stärker eingetrübten Aussichten ihren seit Mitte 2015 anhaltenden Höhenflug, der den Kurs von rund 20 Dollar bis auf fast 293 Dollar im Oktober 2018 getrieben hatte. Im Zuge der Schwäche des Technologiesektors ging es im Dezember jedoch bis auf 125 Dollar nach unten - davon konnte sich das Papier inzwischen wieder erholen und kostete damit 160 Dollar. Insgesamt ist das Unternehmen an der Börse damit wieder 100 Milliarden Dollar wert. (dpa)


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