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28.06.2016 | Hersteller

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NetApp: «Transformationsprozess gemeinsam mit Partnern»

NetApp hat den klassischen Hardware-Bereich um zahlreiche neue Geschäftsfelder ergänzt. Wie Partner bei der notwendigen Transformation unterstützt werden, berichtet uns Channel-Chef Maik Höhne.


Von: Klaus Hauptfleisch

Maik Höhne, Director Channel Sales Germany bei NetApp

Durch die Übernahme von SolidFire Ende 2015 hat sich NetApp im Storage-Markt vom Hardware- zum Software-Anbieter gewandelt. Denn die neue Tochter stärkt nicht nur das lange vernachlässigte Geschäft mit All-Flash-Arrays, sondern auch das Software-defined-Storage- und Hybrid-Cloud-Portfolio. Um sich für die Zukunft zu wappnen, arbeiten die beiden Unternehmen zudem an einer für Partner wie Mitbewerber frei zugänglichen Data Fabric Services Platform mit weitreichenden Managementfunktionen, basierend auf OpenStack und Open Source. «Alles was wir tun, wird immer auch darauf geprüft, ob wir in den Bereichen auch mit den Partnern zusammenarbeiten können», betont Maik Höhne, Director Channel Sales Germany bei NetApp, im Gespräch mit ChannelObserver. NetApp wolle die Fachhandelspartner mitnehmen, die neuen Felder gemeinsam zu beackern. «Wir investieren viel Aufwand, Geld und eine Menge Engagement, unsere Partner bei der notwendigen Transformation hin zu neuen Geschäftsmodellen zu begleiten. Ein Partner, der sich die nächsten drei bis fünf Jahre weiter ausschließlich auf den Wiederverkauf von Infrastruktur, Hardware oder Software konzentriert, wird irgendwann in eine Situation kommen, in der er sehr stark über den Preis arbeiten muss, um überleben zu können», so Höhne weiter.

Der Hersteller habe entschieden, loyale Partner bei der Transformation ihrer Geschäftsmodelle zu helfen, «damit sie für uns in Zukunft noch die gleiche Relevanz haben wie wir für sie.» Derzeit werde beispielsweise ein Workshop mit einem externen Berater an den Start gebracht, in dem man gemeinsam mit den Fachhandelspartnern der Frage nachgehen will, wie weit sie mit der Transformation schon vorangekommen sind. Gleichzeitig bemüht sich der Channel-Chef auch aktiv, Reseller in Richtung Service Provider weiterzuentwickeln. «Wenn ein Reseller sagt, dass ihm die Rolle als Wiederverkäufer von Infrastruktur wichtig ist und er momentan keine Ambitionen hat, in den Cloud-Bereich zu gehen, dann mag das für ihn der richtige Weg sein und das ist auch für uns in Ordnung. Wir empfehlen aber die Diskussion mit uns, und die führen wir auch mit allen Platinum-Partnern.»

Sehr zufrieden zeigt sich Höhne hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Distributoren TIM, Arrow, Avnet, Ingram Micro und Fujitsu, wobei letzterer eine Sonderstellung inne habe. TIM habe beispielsweise einen exklusiven Distributionsvertrag mit dem Darmstädter Rechenzentrum (Darz) geschlossen, das NetApp Private Storage nutzt und diese Lösung Partnern zum Wiederverkauf als Storage-as-a-Service (SaaS) anbietet. Ebenfalls exklusiv ist ein von Avnet mit Lösungen von NetApp und Cisco geschnürtes Produkt unter dem Namen «FSA One Frameworks». Als weiteres Beispiel für die Weiterentwicklung von NetApp und Partnern verweist Höhne auf die Erfolge der vor drei Jahren gestarteten Initiative Backup-as-a-Service (BaaS) oder Cloud Made in Germany. Dies zeige, dass Deutschland und die deutschen Partner in dem Bereich schon sehr weit sein. «Wir werden den Transformationsprozess auch künftig weiter gemeinsam mit unseren Partnern beschreiten», sagt Channel-Chef Höhne.


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