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05.02.2013 | Hersteller

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Michael Dell und Silver Lake kaufen Dell

Der Verkauf von Dell ist abgeschlossen. Es handelt sich um den größten Buyout seit der Finanzkrise. Michael Dell selbst und Silver Lake übernehmen den PC-Hersteller. Microsoft beteiligt sich mit einer Milliarden-Summe.


Von: Redaktion ChannelObserver

Es ist vollbracht: Dell-Aktionäre erhalten pro Aktie 13,65 Dollar. Damit liegt der Preis 25 Prozent über dem Schlusskurs vom 11. Januar. Der Verkauf summiert sich auf 24,4 Milliarden Dollar. Im Zuge des Verkaufs wird Computerhersteller Dell von der Börse genommen. Die Transaktion soll im zweiten Quartal von Dells Fiskaljahr 2014 abgeschlossen sein.

"Ich bin überzeugt, dass diese Transaktion ein neues, wichtiges Kapitel für Dell, unsere Kunden und Mitarbeiter aufschlagen wird", so Michael Dell. Die Firma hätte mit der Umstrukturierung bereits gute Fortschritte erzielt. Allerdings beanspruche der Prozess mehr Zeit, Kapital und Geduld als eigentlich geplant. Mit dem Partner Silver Lake sei man für die Zukunft besser aufgestellt. Egon Durban vom Partner Silver Lake beschreibt Michael Dell in einer Stellungnahme als einen "wahrhaften Visionär". Michael Dell wird den Konzern nach der Übernahme als Chairman und CEO führen. Der Hauptsitz des PC-Herstellers wird nach wie vor in Round Rock, Texas, liegen.

Das von Chairman und CEO Michael Dell gegründete Unternehmen war einst der weltgrößte Hersteller von PCs mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar. Doch Dell geriet angesichts der wachsenden Popularität von Smartphones und Tablets gegenüber klassischen PCs ins Hintertreffen.

Das Geschäft lief so ab, wie in Medienberichten im Vorfeld bereits dargestellt: Zu den Investoren und künftigen Eigentümern wird auch Michael Dell gehören, der bereits 16 Prozent der Aktien hält. Zudem beteiligt sich die Private-Equity-Gesellschaft Silver Lake Partners. 2 Milliarden Dollar kommen vom Software-Konzern Microsoft. Weitere Investoren sind MSD Capital und L.P. Vier Investmentbanken, darunter Merrill Lynch und Credit Suisse,  werden zudem rund 15 Milliarden Dollar für die Finanzierung bereitstellen. 

 


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