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21.04.2013 | Hersteller

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Lenovo bestätigt Kaufgespräche über IBM-Server

IBM plant Berichten zufolge, sein x86-Server Geschäft an Lenovo zu verkaufen. Jetzt hat Lenovo die Kaufverhandlungen erstmals bestätigt. Lenovo-CEO Yang Yuanqing äußert sich zum Stand der Verhandlungen.


Von: Redaktion ChannelObserver

Im ersten Quartal gingen bei IBM die Umsätze im Hardware-Geschäft um 17 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zurück. In Folge berichteten mehrere US-Medien, dass IBM seine x86-Serversparte an Lenovo verkaufen will. Das US-Magazin crn.com geht davon aus, dass Lenovo ein idealer Kandidat sei, da er mit IBM nicht in Geschäftsfeldern wie beispielsweise Storage oder Netzwerken konkurrieren würde. Der Kaufpreis liege zwischen 5 und 6 Milliarden Dollar. Analysten zufolge verdient IBM 4,9 Milliarden Dollar jährlich mit seinen x86-Servern (ChannelObserver berichtete).

Jetzt hat Lenovo die Kaufgespräche erstmals indirekt bestätigt: Yang Yuanqing, Chairman und CEO von Lenovo gab an, dass man sich in „vorläufigen Gesprächen mit einem Dritten über eine mögliche Akquisition“ befinde. „Wir wollen unsere Aktionäre informieren, dass wir Gespräche über eine mögliche Akquisition führen. Zu dem jetzigen Zeitpunkt (der 19. April, Anm. d. Redaktion) wurden jedoch noch keine definitiven Konditionen verabschiedet. Wir haben auch noch kein offizielles Angebot für eine mögliche Akquisition vorgelegt“, zitiert crn.com das Statement von CEO Yuanqing.

IBM-CFO Mark Loughridge wollte sich in einer Telefonkonferenz nicht zu den Spekulationen über einen Verkauf der x86-Server äußern. Er gab aber an, dass IBM in den nächsten Quartalen plane, sich von schlecht laufenden Geschäftsbereichen zu trennen. „Einige unserer Geschäftsbereiche haben sich schlecht entwickelt. Im ersten Quartal gehörten beispielsweise System x und Storage-Produktlinien dazu. Hier werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen“, so Loughridge.

IBM startet mit einem enttäuschenden ersten Quartal in das Geschäftsjahr: Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn fiel um ein Prozent auf drei Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro). Während die Geschäfte mit Services und Finanzlösungen um vier beziehungsweise zwei Prozent zulegen konnten, gab es bei Software ein Nullwachstum mit einem Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar. „Wir haben unsere Ziele in diesem Quartal nicht alle erreicht. Es ist uns nicht gelungen, eine Reihe von Software- und Mainframe-Transaktionen zu schließen“, so Ginni Rometty, CEO von IBM (ChannelObserver berichtete).

 

 


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