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08.08.2013 | Hersteller

Urteil gegen Ex-SAP-Manager

Lego-Betrug: Ehemaliger Top-Manager von SAP verurteilt

Ein ehemaliger deutscher Top-Manager von SAP wurde jetzt wegen Betrügereien mit Lego-Packungen verurteilt. Er hatte den Strichcode der Boxen überklebt, um billiger einzukaufen.


Von: Redaktion ChannelObserver

Es ist eine skurrile Geschichte: Thomas Langenbach gehörte als Vice President für Enterprise-Software zum Top-Management von SAP. Der deutsche IT-Experte überklebte vor rund einem Jahr in US-Spielzeuggeschäften die Strichcodes von Lego-Spielzeugboxen mit gefälschten und selber produzierten Barcodes. So konnte er die Lego-Boxen wesentlich günstiger kaufen. Doch er wurde von Überwachungskameras aufgenommen und verhaftet. In seiner Villa in San Carlos fanden Ermittler Hunderte ungeöffnete Lego-Schachteln und präparierte Sticker mit Barcodes. Zudem stießen man auf ein Ebay-Konto, über das der Mann Lego-Spielzeug für rund 30.000 Dollar verkauft haben soll.

Jetzt wurde Langenbach vor einem kalifornischen Gericht zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt. Außerdem muss er fünf Monate eine elektronische Fußfessel tragen, so das Gericht in Santa Clara. Dazu kommen noch drei Jahre auf Bewährung, in denen er sich auch von den Target-Filialen, in denen er die Barcodes verändert hatte, fern halten muss, wie diverse US-Medien berichten. Allerdings stünde er nicht unter Hausarrest, dürfe verreisen und auch arbeiten. Mit diesem Strafmaß kam der ehemalige SAP-Manager noch glimpflich davon: Ursprünglich hatten ihm sogar fünf Jahre Gefängnis gedroht. Nach seiner Festnahme im Mai vergangenen Jahres hatte der Deutsche der Polizei gesagt, er sei einfach „neugierig“ gewesen, ob der Austausch von Barcodes wirklich funktioniere.


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