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21.05.2019 | Distribution

Distribution

Ingram Micro: «Distribution gerät zunehmend unter Druck»

In der Industrie gehen zweistellige in einstellige Wachstumsraten über, die Distributoren geraten unter Druck. Ingram-Deutschlandchef Alexander Maier zeigt, wie der Broadliner drauf reagiert.


Von: Redaktion ChannelObserver

Ingram-Deutschlandchef Alexander Maier auf der Hausmesse TOP

Ingram-Deutschlandchef Alexander Maier gab auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Hausmesse TOP einen Überblick über die aktuelle Lage in der Distribution: Die Distribution gerate zunehmend unter Druck, so Maier. In der Industrie würden zweistellige in einstellige Wachstumsraten übergehen. «Die Distribution reagiert traditionell darauf, indem die Kosten gesenkt und neue Hersteller aufgenommen werden», so Ingram-Deutschlandchef Alexander Maier. Man dürfe jedoch nicht an diesen «Erfolgsprinzipien der Vergangenheit» festhalten, sondern müsse in neue Themen investieren. Bei Ingram Micro würden sich diese Investitionen ab dem nächsten Jahr zeigen. Ein neues «Elementesystem» soll erstmals alle Services darstellen, die der Distributor für seine Partner bereithält. Dazu zähle beispielsweise «Channel Finance», unabhängige und Hersteller-übergreifende Finanzierungsmöglichkeiten. «Wir setzen keinen bestimmten Hardware-Anteil voraus, der Service gilt auch für Cloud und Managed Services», führt der Deutschlandchef aus.

«ITAD», eine Wiedervermarktung von IT-Altware, an den Standorten Flensburg und Straubing, habe sich zu einem wichtigen Standbein des Unternehmens entwickelt. Im neuen «Software Definded Datacenter» schließlich werden Herstellerunabhängige Tests durchgeführt. Hier beginne man jetzt mit der «Vollvermarktung». Im Cloud-Bereich ist Ingram neuerdings Partner von Amazon Web Services (AWS). Entsprechende Angebote als «Quick Start Packages» sollen ab Juni aufgelegt werden. Mit «Connect» können ISVs darüber hinaus ihre SasS-Produkte an über 200.000 Reseller vermarkten. «Das Broadline-Geschäft ist dabei unser Wachstumsmotor, damit wir in neue Initiativen investieren können», so der Ingram-Deutschlandchef. Im vergangenen Jahr habe man in Deutschland alle Ziele übertroffen. Das neue Jahr habe, bis auf den April, stark begonnen. 


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