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23.11.2018 | Retail

Retail

Fusion zwischen Medimax und Notebooksbilliger geplatzt

Spektakuläre Wende: Die angekündigte Fusion zischen Medimax und Notebooksbilliger ist vom Tisch. Die beiden Unternehmen seien zu unterschiedlich, so die Begründung.


Von: Redaktion ChannelObserver

Fusion gestoppt: Notebooksbilliger-Gründer Arnd von Wedemeyer

Spektakuläre Wende: Die angekündigte Fusion zischen Medimax und Notebooksbilliger ist vom Tisch. Im September hatten die beiden Unternehmen angekündigt, ein Joint Venture und eine neue Holding gründen zu wollen. Die neue Holding sollte eine Kooperation «auf Augenhöhe» sein, jede Partei einen Anteil in Höhe von 50 Prozent halten. Jetzt sind diese Pläne nur noch Makulatur:  Arbeitsgruppen beider Unternehmen hätten in den letzten Wochen intensiv an den operativen Details gearbeitet und die möglichen Synergien und die Ausrichtung des neuen Omnichannel-Unternehmens analysiert. „Die Annahme, aus einem der erfolgreichsten und beliebtesten Onlinehändler und den beratungsstarken Medimax-Märkten ein neues, erfolgreiches Unternehmen zu gestalten, hat sich dabei als nicht belastbar erwiesen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zu unterschiedlich seien die Gene eines Onlineunternehmens wie Notebooksbilliger mit geradezu «kultiger Start Up-Mentalität» und eines traditionellen, gewachsenen Filial- und Franchiseunternehmens wie Medimax. Im Rahmen der geplanten Zusammenführung würden beide Unternehmen vor diesem Hintergrund erhebliche Einschränkungen in den jeweils eigenen Stärken erfahren. Beide Firmen hätten sich aus diesem Grund einvernehmlich entschlossen, die Transaktion nicht weiter zu verfolgen, so das Fazit.

Durch die eigentlich geplante Fusion sollte ein Unternehmen mit mehr als 120 Standorten und einem Ziel-Umsatz von rund zwei Milliarden Euro entstehen. «Uns treibt die Vision an, das Beste aus zwei Welten zu erschaffen», sagte damals Notebooksbilliger-Chef Oliver Ahrens. Online und Offline getrennt zu denken, sei nicht mehr zeitgemäß. Das «Handelsblatt» schrieb damals, dem Elektronik-Marktführer Ceconomy (Media Markt, Saturn) könne durch den Zusammenschluss «ein schlagkräftiger Konkurrent erwachsen». 


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