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08.11.2019 | Hersteller

Fujitsu Forum 2019

Fujitsu: «Die Partner werden die Umstellungen nicht bemerken»

Auf dem «Fujitsu Forum 2019» stellt der Hersteller seine umfassende Aktionsbreite aus. Auch in punkto Partnerbetreuung gibt es einige Neuerungen.


Von: Samba Schulte

Santosh Wadwa auf dem Fujitsu Forum

Auf dem «Fujitsu Forum 2019» im Münchner ICM-Kongresszentrum stellt der Hersteller seine umfassende Aktionsbreite aus: Neue Server- und Storage-Produkte, neue Lösungsvorstöße in zukunftsträchtige Technologie-Segmente und, nicht zuletzt, viele neue Tools und Initiativen für Vertriebspartner. «Wir bleiben ein Full-Portfolio-Anbieter - bei uns gibt es von der Maus bis hin zu Outsourcing-Services alles», unterstreicht Santosh Wadwa, seit 1. April Channel-Sales-Chef und Leiter des Client-Computing-Devices-Bereichs beim Hersteller, gegenüber ChannelObserver. Im Gegensatz zu anderen großen Hardware-Konkurrenten, wie der Fujitsu-Manager spitz bemerkt. Natürlich: Auch der japanische Hersteller versteht sich längst nicht mehr als bloßer «Kistenproduzent». «Wir sind eine Digital Transformation Company» betont Louis Dreher, Wadwas Vorgänger, der nun als Head of Product Sales CE das Produktgeschäft des Herstellers in der DACH-Region leitet. Dreher sieht die eigene Hardware-Produktion, die immerhin noch gut zwei Drittel des Geschäfts ausmache, allerdings als unabdingbare Basis: «Die Digitalisierung läuft über sauber designte Lösungen - mit der passenden Hardware darunter.»

Als beispielhafte Erfolgsgeschichte für den Vorstoß in die digitale Transformation führen die Fujitsu-Manager den Technologie-Bereich AI/Künstliche Intelligenz an, wo man sich bereits als «Keyplayer, der zahlreiche Patente hält» etabliert habe. Das Münchner Digital-Incubation-Team um CTO Joseph Reger kann mittlerweile zahlreiche Projekte vorweisen, in denen man mittels smarter Technologie-Lösungen schwierige Aufgabenstellungen etwa für Kunden im Verkehrswesen oder in der Logistik gemeistert habe. «Wir ernten jetzt. Und: Wir kommen auch mit Partnern im Rahmen der Co-Creative-Hubs zusammen, um gemeinsam Lösungen für solche Aufgabenstellungen zu entwickeln», berichtet Dreher. «Leider noch nicht immer», schiebt er nach und betont: Man wolle Partner auch hier stärker in die Fujitsu-Ideenschmiede einbinden, schließlich seien diese die dringend benötigte Schnittstelle zwischen dem Hersteller und den Kunden.

Den Fujitsu-Channel beschäftigen, das ist den Managern Dreher und Wadwa bewusst, derweil vor allem die Änderungen, die mit der Schließung des Produktionsstandorts in Augsburg einher gehen. Sie liefern weitere Informationen rund um den Umbauprozess: Am 30. September gehen im Augsburger Werk die Lichter aus. Sales-Einheiten und Tech-Support des Herstellers, insgesamt sind das etwa 350 verbleibende Augsburger Fujitsu-Angestellte, residieren dann im neuen, gemeinsam mit Lenovo, dem Joint-Venture-Partner fürs Client-Business, gegründeten Standort im Augsburger Tonipark. «Wir haben uns für diesen Prozess extra viel Zeit genommen, um die Umstellung besser managen zu können», sagt Dreher. Besser heißt bezüglich der Entlassungen: sozial möglichst verträglich. Für viele betroffene Mitarbeiter hofft der Hersteller über Auffanggesellschaften noch Lösungen zu finden, sofern nicht ohnehin bereits Übernahmeangebote vorliegen, wie im Fall der Beschäftigten, die mit dem Übergang des Industrie-Manboards-Geschäfts zu Kontron wechseln können. Lesen Sie auf der nächsten Seite weiter.

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