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11.10.2020 | Hersteller

Telekommunikation

Duell um Vorleistungspreise zwischen 1&1 und Telefónica

Der seit Monaten andauernde Streit zwischen den beiden Mobilfunkanbietern 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland um Preise für Vorleistungen geht weiter.


Von: Redaktion ChannelObserver

Der seit Monaten andauernde Streit zwischen den beiden Mobilfunkanbietern 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland um Preise für Vorleistungen geht weiter. Die United-Internet-Tochter 1&1 verkündete am Donnerstagabend unter Berufung auf einen neuen Entwurf des Schiedsgutachtens, sie habe sich in Bezug auf eine nachträgliche Forderung für die Bereitstellung des Telefónica-Mobilfunknetzes durchgesetzt. Der Schiedsgutachter sehe eine Nachzahlungsforderung als unberechtigt an. Die Tochter des spanischen Konzerns Telefónica wiederum sieht ebenfalls einen Punktsieg. So habe der unabhängige Gutachter festgestellt, dass Telefónica Deutschland ab 2021 berechtigt sei, bei entsprechenden Nachweisen Ansprüche geltend zu machen und Überprüfungen einer Kostenbeteiligung auf Basis des Gutachtens zu beantragen, teilte das Unternehmen am späten Donnerstagabend mit. Die Beteiligung von 1&1 Drillisch an den Kosten sei lediglich für den Zeitraum 2016 bis 2020 zurückgewiesen worden.

Telefónica wollte in dem Streit Vorleistungspreise des Vertrages im Dezember 2018 rückwirkend erhöhen und 1&1 Drillisch auf diesem Wege an den Kosten aus der Frequenzauktion von 2015 beteiligen. Der Vertrag gewährt 1&1 Drillisch Zugang zum Mobilfunknetz von Telefonica. Beide Unternehmen liegen auch bei der derzeitigen Preisgestaltung für Netzbetriebskosten im Clinch. (dpa)


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